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Lokales Elefantenbaby schwebt in Lebensgefahr – Experten aus Berlin sollen im Zoo Leipzig helfen
Leipzig Lokales Elefantenbaby schwebt in Lebensgefahr – Experten aus Berlin sollen im Zoo Leipzig helfen
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14:57 26.03.2015
Wacklig auf den Beinen: Das Elefantenmädchen im Zoo Leipzig braucht alle erdenkliche Hilfe, um die nächsten Tage zu widerstehen. Quelle: Zoo Leipzig
Leipzig

Die Berliner hätten weltweit Erfahrungen mit solchen Situationen gesammelt, heißt es. Das Elefanten-Mädchen hatte am Mittwoch um 10.30 Uhr das Licht der Welt erblickt.

Das Jungtier konnte nicht selbstständig zu Elefanten-Mutter Hoa laufen. „Es ist zwar nicht ungewöhnlich, dass ein Elefanten-Jungtier nicht sofort zur Mutter geht und an ihrer Brust trinkt", erklärte Zoodirektor Jörg Junhold. Dann aber war bis gegen 23 Uhr mehrfach vergeblich versucht worden, das Jungtier mit der Mutter in Kontakt zu bringen. „Das Kalb stand immer nur wacklig da", so Junhold. Daran hatte sich bis Donnerstagmorgen nichts geändert.

Deshalb wurde die wertvolle Erstmilch der Elefanten-Mutter Hoa abgemolken und versucht, diese Milch dem Kalb mit der Flasche zu verabreichen. „Sie hat aber nur einige Milliliter getrunken", so Junhold Am Donnerstagmittag. „Wir unternehmen jetzt alles, um den Zustand zu stabilisieren." Geplant sei eine intensivmedizinische Betreuung, insbesondere eine Ernährung über eine Sonde sowie das Verabreichen von Infusionen. „Die Uhr läuft gegen uns", erklärte der Zoodirektor.

Elefantenkuh Hoa hat am Mittwoch im Leipziger Zoo ein Mädchen geboren - jetzt sorgt sich der Zoo um das Jungtier. Quelle: Zoo Leipzig

Alle Hoffnung würden jetzt auf dem Expertenteam ruhen, das vom Berliner Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung auf dem Weg nach Leipzig ist. „Die Situation ist ernst, wir müssen auch damit rechnen, dass es kein Happy End gibt", so Junhold. Es seien aber auch Fälle bekannt, in denen der Kontakt zur Mutter noch zwei Tage nach der Geburt geglückt ist und sich das Jungtier anschließend stabilisiert hat.

Die Elefantenkuh Hoa hatte den kleinen weiblichen Elefanten am Mittwoch zur Welt gebracht. Alles war gut verlaufen, und der Zoo wollte nun Mutter und Jungtier Zeit für die Gewöhnung aneinander geben. Das 29-jährige Muttertier hatte ein monatelanges Training zur Geburtsvorbereitung mit ihren Pflegern absolviert. 2012 hatte sie bereits ein Elefantenjunges zur Welt gebracht, dieses aber abgelehnt und so heftig attackiert, dass es starb.

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Andreas Tappert

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