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Lokales Elsterhochflutbett: Stabilisierung der Deiche im Leipziger Süden ist abgeschlossen
Leipzig Lokales Elsterhochflutbett: Stabilisierung der Deiche im Leipziger Süden ist abgeschlossen
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15:46 08.04.2014
Die Deiche im Süden von Leipzig mussten im Juni 2013 mit Sandsäcken verstärkt werden. Quelle: André Kempner
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Leipzig

Die acht Kilometer lange Strecke wurde nach sechs Monaten Bauzeit für rund 6,5 Millionen Euro fertiggestellt.

Durch das Hochwasser im Juni 2013 wurden die Deiche des Elsterhochflutbettes in Leipzig stark beschädigt – ein Bruch der Deiche konnte nur durch massive Verteidigungsmaßnahmen verhindert werden, heißt es in einer Mitteilung der LTV.  Deswegen mussten die hochwassergeschädigten Deiche dringend mit einem Erdbetonkörper stabilisiert werden.

Von Anfang Dezember bis Ende Februar wurden zu beiden Seiten des Flusslaufs ein Dichtungskern aus vermischtem Erdstoff und Bindemittel eingesetzt. Stahlspundbohlen sind auch in kleineren Abschnitten des Flutbettes verwendet worden. Die Arbeitskosten haben der Bund und der Freistaat Sachsen übernommen.

Mit dem Einbau der Innendichtung konnte die ursprüngliche Deichform beibehalten und so der Eingriff in ökologisch sensiblen Bereichen minimiert werden, so die Talsperrenverwaltung. Die LTV kam in die Kritik als sie im Herbst ohne Genehmigung des Umweltamtes mit den Bauarbeiten angefangen hatte. Nach der darauffolgenden Genehmigung wurde das Bauvorhaben ständig durch eine ökologische Baubegleitung überwacht, so die LTV. Derzeit werden gemeinsam mit der Stadt Leipzig Kompensationsmaßnahmen festgelegt, um den Eingriff in Natur und Landschaft auszugleichen.

Das Elsterhochflutbett schützt die umliegenden Leipziger Stadtteile vor einem statistisch alle 150 Jahre auftretenden Hochwasser der Weißen Elster (HQ 150). Im Juni 2013 wurden die Deiche mit einem Flussdruck von 600 Kubikmeter eingestaut. Am Verteilerbauwerk Knauthain wird ab einer Durchflussmenge der Weißen Elster von 100 Kubikmetern pro Sekunde das Elsterhochflutbett genutzt. Für ein Hochwasser HQ 150 bedeutet dies zum Beispiel, dass 350 Kubikmeter pro Sekunde durch das Elsterhochflutbett abgeleitet werden müssen, damit der Gewässerlauf der Weißen Elster bei 100 Kubikmetern pro Sekunde abfließt. Nach etwa fünf Kilometern mündet das Elsterhochflutbett in das Elsterflutbett. 

Krysta Brown

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