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Lokales Eltern in Leipzig sollen 2017 deutlich mehr zahlen
Leipzig Lokales Eltern in Leipzig sollen 2017 deutlich mehr zahlen
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12:03 18.10.2016
Spielende Kinder in der Leipziger Kita Einsteinchen. Quelle: André Kempner
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Leipzig

Die Stadt strebt eine deutliche Erhöhung der Elternbeiträge für Kindertagesstätten an. Das geht aus einer aktuellen Beschlussvorlage von Sozial-Bürgermeister Prof. Thomas Fabian (SPD) für den Stadtrat hervor. Grund für den Zunahme seien steigende Personal- und Sachkosten in den Kitas.

Dem Papier zufolge soll ein Neun-Stunden-Platz in der Kinderkrippe ab Januar 2017 monatlich 220,74 Euro kosten. Derzeit sind es 210,14 Euro. Aus dem Differenzbetrag ergeben sich für Eltern Mehrkosten in Höhe von 127,20 Euro pro Jahr. Für einen Neun-Stunden-Platz im Kindergarten sieht der Plan einen Anstieg von 126,51 Euro auf 134,61 Euro pro Monat vor (plus 97,20 Euro im Jahr). Für einen Sechs-Stunden-Platz im Hort sollen es monatlich 77,74 Euro sein – eine Steigerung von 3,73 Euro pro Monat oder 44,76 Euro im Jahr. Familien mit geringen Einkünften dürfen allerdings auf eine Ermäßigung hoffen, Alleinerziehende auf eine Absenkung des Beitrags.

So werden die Kita-Gebühren berechnet

Der Kita-Beitrag wird auf Grundlage der Personal- und Sachkosten aller Kindertagesstätten aus dem vergangenen Jahr ermittelt. Diese werden prozentual auf die Eltern umgelegt. So sollen es ab Januar in der Kinderkrippe 23 Prozent sein (derzeit rund 22 Prozent). Im Kindergarten und im Hort jeweils 30 Prozent (derzeit rund 28 beziehungsweise 28,5 Prozent). Damit würde die Stadt die gesetzlich mögliche Spanne voll ausschöpfen. Dass sich die Personal- und Sachkosten erhöht haben – im Durchschnitt um rund vier Prozent, resultiere vor allem aus den Tarifabschlüssen der Jahre 2014 und 2015.

Der Stadtrat muss der Beitragserhöhung noch in der übernächsten Ratsversammlung am 17. November zustimmen. Bei Nichtbeschluss würden dem städtischen Haushalt im kommenden Jahr 3,6 Millionen Euro verloren gehen.

Von Matthias Klöppel

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