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Lokales Eltern kämpfen um Fördermittel für Pausenhof der 54. Grundschule
Leipzig Lokales Eltern kämpfen um Fördermittel für Pausenhof der 54. Grundschule
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08:45 09.02.2010
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Leipzig

So sind der Sandkasten und die Schaukeln aufgrund maroder Halterungen gesperrt. Die Tischtennisplatte ist gebrochen und darf ebenfalls nicht genutzt werden. Der Tartanboden des Volleyballplatzes hat Löcher, dadurch besteht Unfallgefahr.

Um die Situation zu verbessern, hat der Förderverein im Oktober 2008 mit Schule, Hort und Elternvertretern einen Sponsorenlauf für ein Klettergerüst initiiert. Dabei konnten 6200 Euro eingeworben werden, wobei 5000 Euro für die Planung eines neuen Spielplatzes verwendet werden sollten. Die Summe wurde an die Stadt Leipzig überwiesen. Für den Rest wurde mobiles Spielzeug für den Hort gekauft. Die Pläne sind lange fertig, ein gemeinsames Konzept für die Neugestaltung des Hofes ist seit März 2009 nach einigen Beratungen zwischen Förderverein und der Stadt Leipzig abgestimmt. Doch passiert ist seitdem wenig. Um den Hof gestalten zu können, hat die Stadtverwaltung am 31. Juli 2009 einen Fördermittelantrag gestellt. Und die Stadt hat eine neue Kletterwand aufstellen lassen, die aber nicht direkter Bestandteil des Projektes ist.

"Damit Kinder und Eltern sehen, dass ihr Lauf etwas gebracht hat, haben wir wenigstens die Kletterwand gebaut", erklärt Abteilungsleiter Thomas Kuhnert vom Schulverwaltungsamt. Wie es mit dem kompletten Hof weitergeht, sei aber unklar. "Sobald Fördermittel bewilligt werden, kann die Neugestaltung starten. Das ist bei allen vergleichbaren Projekten in der gesamten Stadt so."

Die Eltern wollen sich damit nicht zufrieden geben. Sie haben inzwischen Politiker alarmiert, einen offenen Brief an Kultusminister Roland Wöller (CDU) geschrieben. Denn sie haben herausgefunden, dass ihr Projekt für 2010 nicht auf der Fördermittelliste steht. Das zumindest bestätigt eine Anfrage des Landtagsabgeordneten Sebastian Scheel (Linke), dem bescheinigt wurde, dass eine Förderung "eher unwahrscheinlich ist". Aufgrund der schlechten Haushaltslage gebe es eine Prioritäten­liste, auf der sich der Fördermittelantrag aber nicht wiederfinde. "Wir versuchen nun, doch noch auf die Liste zu kommen. Denn die finanzielle Lage wird immer schwieriger", so Wittwer.

Sollte es zu weiteren Verzögerungen kommen, haben die Schüler der jetzigen 4. Klassen nichts mehr vom Umbau. "Sie und ihre Eltern hatten aber einen Hauptanteil am Sponsorenlauf." Politiker von Wolfgang Tiefensee (SPD) über Monika Lazar (Grüne) und Sebastian Scheel (Linke) unterstützen das Anliegen. Ergebnis: offen

M.O.

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