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Lokales Elterngeld beantragen: Darum brauchen Leipziger viel Geduld
Leipzig Lokales Elterngeld beantragen: Darum brauchen Leipziger viel Geduld
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16:58 21.02.2018
Elterngeld soll die Vereinbarkeit von Familie und Beruf stärken. Quelle: dpa
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Leipzig

Die Bevölkerung wächst und wächst: Mittlerweile weist Leipzig deutschlandweit eine der höchsten Geburtenraten überhaupt auf. Das bleibt nicht ohne Folgen – sowohl für junge Eltern als auch für die städtischen Behörden. Gerade wer einen Antrag auf Elterngeld stellt, muss jede Menge Zeit mitbringen. Auf Anfrage von LVZ.de teilte das Amt für Jugend, Familie und Bildung mit: „Die aktuelle Bearbeitungszeit beläuft sich auf einen Zeitraum von durchschnittlich 59 Tagen (Wochentage), welche rund zwei Monate ergeben.“

Derzeit gibt es zum einen eine sehr hohen Zahl von Elterngeldanträgen. Wie die Behörde erklärte, seien zwischen 1. Januar und 30. September exakt 7556 Anträge auf Elterngeld bei ihr eingegangen. Hinzu kämen unter anderem rund tausend Anträge auf Landeserziehungsgeld und gut 3000 Anträge zur Neufeststellung auf Erziehungsgeld. Im Ganzen hätten im besagten Zeitraum knapp 12.000 Anträge bearbeitet werden müssen, so die Behörde weiter – Tendenz steigend. Der Grund für diese Entwicklung sei der anhaltende Geburtenanstieg.

Härtefälle werden beschleunigt bearbeitet

Zum anderen könne es durch die Abgabe unvollständiger Anträge zu großen Verzögerungen kommen. So müssten teilweise fehlende Unterlagen nachträglich angefordert oder Steuererklärungen eingehend geprüft werden, gab das Jugendamt zu bedenken. Auch seien unter Umständen Klärungen mit der Arbeitsagentur notwendig. Zur Personalsituation hieß es: „Im Sachgebiet Elterngeld sind 17 Personalstellen vorhanden. Davon befinden sich zwei Stellen im Bewerbungsverfahren und sind derzeit nicht besetzt.“ Von einem hohen Krankenstand war keine Rede. Für Eltern sei es laut der Behörde immerhin möglich, den Mindestbetrag im Erziehungsgeld als Vorschuss zu beantragen. Außerdem seien die Mitarbeiter des Jugendamtes darum bemüht, „insbesondere Anträge von Härtefällen beschleunigt zu bearbeiten“.

Elterngeld soll die Vereinbarkeit von Familie und Beruf stärken. Es wird für Neugeborene gezahlt, die ab dem 1. Januar 2007 zur Welt kamen. Die Bezugsdauer beträgt ab der Geburt maximal 14 Monate. Die Höhe des Elterngeldes liegt bei rund zwei Drittel des bisherigen Einkommens, kann aber 1800 Euro nicht überschreiten. Eltern, die vor der Geburt nicht gearbeitet haben, können bis zu 300 Euro – das heißt den Minimalbetrag – erhalten.

Von mkl

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