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Lokales Ende der Kitaplatz-Lotterie in Leipzig: Portal wird um Bedarfsmeldung erweitert
Leipzig Lokales Ende der Kitaplatz-Lotterie in Leipzig: Portal wird um Bedarfsmeldung erweitert
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10:33 19.09.2013
Kita-Plätze sind begehrt - die Online-Suche für Leipzig soll endlich elternfreundlich werden. Quelle: dpa
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Leipzig

Ein Glücksspiel: Die Chancen lägen nicht höher als bei einem Dreier im Lotto. In Zukunft sollen Eltern ihren Bedarf einmal eingeben und Rückmeldung bekommen, wenn ein Treffer vorliegt.

Über eine persönliche Registrierung sollen Eltern künftig eintragen können, in welchem Stadtbezirk sie einen Kitaplatz suchen, welche Betreuungszeiten nötig sind und wie das pädagogische Profil der Einrichtung aussehen soll. Sobald etwas Passendes vorliegt, könnten die Eltern benachrichtigt werden – damit entfiele die nervige Eingabe von immer gleichen Suchabfragen am PC.

„Bisher habe ich doch ein schlechtes Gewissen, wenn ich nicht alle paar Minuten checke, ob nicht doch ein Platz freigeworden ist“, schilderte Michael Schmidt, familienpolitischer Sprecher der Grünen, das derzeitige Dilemma. „Die Pläne liegen beim Entwickler Lecos in der Schublade, warum sollen wir sie nicht hervorholen?“, fragte Schmidt. Skepsis auf Seiten der FDP: Arnd Besser warf ein, dass Leipzig überhaupt erst einmal ein konsequentes Vergabeverfahren brauche: „Wir müssen uns entscheiden, ob die Plätze digital oder analog vergeben werden.“

Der Antrag für die Erweiterung des Kitaplatz-Portals fand letztlich eine breite Mehrheit im Stadtrat. „Mit der Erweiterung werden Eltern endlich vom Bittsteller zum Kunden“, so Schmidt. Wichtiger Nebeneffekt für die Verwaltung: Die anonymisierten Daten der Registrierungen könnten zur Grundlage der Kitaplatz-Bedarfsplanung in Leipzig werden. Auch diese Möglichkeit wird jetzt geprüft. Bis wann das neue Modul zur Verfügung steht, blieb allerdings noch offen.

Evelyn ter Vehn

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