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Entdecken, schmökern, lernen: Leipzigs Bibliotheken und Archive präsentieren Fundus

Entdecken, schmökern, lernen: Leipzigs Bibliotheken und Archive präsentieren Fundus

Streng, muffig und ungemütlich war gestern – offen, freundlich und vielseitig ist heute: Das wollen rund 30 Leipziger Bibliotheken und Archive am Sonntag beim Straßenfest im Musikviertel beweisen.

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Weiterer Fortschritt bei der Sanierung der Stadtbibliothek: Das vorläufige Schutzdach wurde jetzt abgenommen.

Quelle: Dirk Knofe

Leipzig. „Das alte verstaubte Bild unserer Einrichtungen ist längst überholt", sagt Heike Scholl von den Leipziger Städtischen Bibliotheken.

Für Klein und Groß gibt es allerlei zu entdecken. Zwischen 15 und 19 Uhr können die Kinder basteln, in der Fahrbibliothek schmökern oder in der Schreibwerkstatt die altdeutsche Schrift bewundern und Blindenschrift erfühlen. „Für jeden ist etwas zum Anfassen und ausprobieren dabei“, meint Scholl und weiß auch, was die Älteren vor allem interessiert: „Die Namensforschung ist sehr beliebt. Viele bringen auch ihre eigenen Bücher mit und lassen den Wert von einem Experten schätzen.“ Das Straßenfest ist nach 2008 und 2009 das dritte in seiner Art. „Wir hatten bislang immer um die 3000 bis 5000 Leute, die erwarten wir auch wieder dieses Jahr“, hofft die Öffentlichkeitsmitarbeiterin  und kündigt an, dass das Fest in Zukunft nur noch aller zwei Jahre stattfinden werde. „Sonst wäre es nicht stemmbar.“

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Streng, muffig und ungemütlich war gestern – offen, freundlich und vielseitig ist heute: Das wollen rund 30 Leipziger Bibliotheken und Archive am Sonntag beim Straßenfest im Musikviertel beweisen. „Das alte verstaubte Bild unserer Einrichtungen ist längst überholt", sagt Heike Scholl von den Leipziger Städtischen Bibliotheken.

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Arne Ackermann, Amtsleiter der Städtischen Bibliotheken, freut sich ganz besonders auf die Konrad-Kater-Kapelle, die auf der Bühne neben der Universitätsbibliothek Albertina auftreten werden. „Mit ihrem Swing bekommt man automatisch gute Laune.“ Als Mitorganisator empfiehlt er auch die Improvisationen der Theaterturbine. „Hier kann das Publikum bestimmen, was gespielt werden soll.“ Deutsche Folklore und Irish Folk ertönen von der Familienband Fiddle Folk Family. Sehenswert seien auch die Skizzenbücher von Werner Tübke, die in der Albertina ausliegen. Um 15 und 17 Uhr können Interessierte sich die Präsentation anschauen, die am 11. Juli eröffnet wurde und noch bis zum 16. Oktober geht.

Wissbegierige haben in der Quizstraße die Möglichkeit, Eintrittskarten für den Zoo oder das Völkerkundemuseum zu ergattern. Auch können mit etwas Glück eigene Papyrusblätter hergestellt und beschrieben werden. „Wer aufmerksam an den aufgebauten Ständen vorbeischaut, der wird kaum Probleme haben, die Quizfragen richtig zu beantworten“, verrät Scholl.

Zeitalter des Internets macht sich immer mehr bemerkbar

Viele der teilnehmenden Bibliotheken und Archive gehen mit der Zeit, um attraktiv für ihre täglichen Besucher zu bleiben. „Das komplette Medienverhalten hat sich verändert. Internetrecherche und audiovisuelle Daten sind dabei sehr wichtig geworden“, erklärt Scholl. „Immer mehr suchen in unseren Katalogen von zu Hause aus. Dafür öffnen wir uns.“ Was die Besucher betrifft, so hätten viele Einrichtungen keine Not. „Zumindest die großen nicht. Viele kleinere Bibliotheken haben zu knabbern mit den Finanzen.“

Nach Meinung von Scholl sei Leipzig von der Breite her bestens aufgestellt, was die Bibliothekenlandschaft und die Archive betrifft. Neben dem vierten Erweiterungsbau der Deutschen Nationalbibliothek war im Dezember das Musikarchiv von Berlin nach Leipzig umgezogen. „Dazu kommt die neu gebaute Bibliothek der HTWK, die nächstes Jahr eröffnet wird“, blickt Scholl voraus.

„Baulich ist noch mehr geplant“

Auch an der Universitätsbibliothek Albertina finden Bauarbeiten statt. Besucher werden bald durch die Karusselltür ins Innere des Gebäudes geleitet. Am 25. August soll der umgebaute Eingangsbereich übergeben werden. „Das Problem war, dass im Winter zu viel Kälte und im Sommer zu viel Wärme in das Haus eindrang“, so Christian Hager, Verwaltungsleiter der Albertina. „Durch die neue Tür soll nun ein besseres Klima herrschen“, fügt er hinzu. Im März hatten die Arbeiten begonnen, „relativ lang haben sie gedauert“, wie der Verwaltungsleiter berichtet.

Auch im Inneren der Albertina wird fleißig gewerkelt: In der ersten Etage wird ein Magazinraum in einen 129 Quadratmeter großer Schulungsraum umgebaut. „Es gibt insgesamt 77 Computerplätze. Die sind einerseits für Schulungen gedacht, bei denen Besucher unsere elektronischen Angebote erklärt bekommen. Hier haben aber auch Studenten ihre Prüfungen am Computer“, erklärt Hager die Nutzung als E-Assessment-Center. Eine mobile Trennwand könne das Zimmer für mehrere Gruppen beliebig trennen. Ab November soll dieser Umbau nutzbar sein. „Baulich ist noch mehr geplant, das war noch nicht die letzte Aktion in der Albertina“, verspricht Hager.

Auch bei dem 13,8 Millionen schweren Projekt der Stadtbibliothek am Wilhelm-Leuschner-Platz tut sich etwas: Nachdem die Fassade erneuert wurde, fällt jetzt das Schutzdach, das während der Bauarbeiten errichtet wurde. „Die Dächer sind nun dicht und neu gemacht“, verkündet Scholl freudig. An den Innenräumen auf den vier Etagen wird noch gearbeitet. Alte Wände fallen, neue werden aufgezogen und verputzt. „Das Haus wird für die Bibliothek funktionstüchtig umgebaut“, verkündet die Verantwortliche für die Öffentlichkeitsarbeit der Städtischen Bibliotheken. Wenn auch etwas später als geplant, so soll die Einrichtung spätestens im Sommer nächsten Jahres eröffnet werden.

Annett Böhm

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