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Lokales Entscheidung über Entlassung der KWL-Manager fällt am Freitag
Leipzig Lokales Entscheidung über Entlassung der KWL-Manager fällt am Freitag
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15:39 17.07.2015
Quelle: André Kempner
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Leipzig

Beim bisherigen Technikchef Andreas Schirmer regte sich dagegen  gestern noch Widerstand.

Schirmer und vor allem dem bisherigen kaufmännischen Geschäftsführer Klaus Heininger wird ein Finanzderivate-Geschäft aus dem Jahr 2006 vorgeworfen. Dabei schlossen sie unter anderem wettenähnliche Versicherungen zu einem Cross-Border-Leasing-Depot der KWL ab, dessen Wert im dreistelligen Millionenbereich lag. Hauptpartner dabei war die Schweizer Großbank UBS. Dieses Geldhaus und andere Banken  kündigten im vergangenen Monat an, dass für die Wasserwerke eine „Nachschusspflicht“ entstanden sei, die etliche Millionen Euro betragen kann.

Heininger und Schirmer, die die spekulativen Verträge ohne Genehmigung des Gesellschafters unterschrieben haben sollen, wurden vor Weihnachten beurlaubt. In dieser Woche schoben Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD) sowie die Führung des KWL-Gesellschafters LVV Strafanzeigen wegen eines Verdachts auf Untreue nach. Gestern wurden den Aufsichtsräten weitere Zwischenergebnisse der Untersuchungen zu dem Thema präsentiert. Die LVV strebt offenbar eine fristlose Entlassung von Heininger und Schirmer an, deren Arbeitsverträge noch bis April beziehungsweise Mai 2012 laufen. Heiningers zu versteuerndes Jahreseinkommen liegt über 250000 Euro. Gegen ihn ist bereits eine Anklage wegen Bestechlichkeit, Untreue und Steuerhinterziehung beim Cross-Border-Leasing  der Wasserwerke anhängig.

Laut Informationen der Leipziger Volkszeitung waren Jürgen Blatz und Berthold Senf, die Arrangeure des Cross-Border-Leasings der KWL, auch als Berater beim UBS-Geschäft tätig. Gegen beide hatte die Staatsanwaltschaft jüngst Geldauflagen von je 150000 Euro verhängt. Gestern hegten einige Aufsichtsräte noch Zweifel, ob auch Schirmer entlassen werden soll. Der Technik-Chef selbst meldete sich erstmals zu Wort. Er habe mit Bedauern zur Kenntnis nehmen müssen, dass  „das Vertrauensverhältnis eines Gesellschafters zu meiner Person offenbar nicht mehr besteht“, so Schirmer. Er begrüße jedoch, dass nun die Staatsanwaltschaft „als unabhängige Instanz die der Anzeige zu Grunde liegenden Sachverhalte ermittelt und bewertet“.

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