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Lokales Entwarnung: Keine schweren Unwetter am Dienstag
Leipzig Lokales Entwarnung: Keine schweren Unwetter am Dienstag
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18:04 31.05.2016
Gewitter in Leipzig (Archiv).  Quelle: dpa
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Leipzig

Leipzig und Umgebung sind am Montag von schweren Unwettern verschont geblieben. In der Nacht soll es laut Deutschem Wetterdienst (DWD) einzelne Schauer, aber kaum Gewitter geben. Auch für die am Dienstag befürchteten starken Gewitter in Sachsen, gab der DWD am Nachmittag Entwarnung. Ursprünglich gingen die Meteorologen von Starkregen mit 25 Liter pro Quadratmeter innerhalb kurzer Zeit sowie von stürmischen Böen mit 70 Kilometer pro Stunde und Hagelschauern aus.

Die Region Leipzig liege derzeit in einem Übergangsbereich von schwül-warmer und kühlerer Luft, die aus Thüringen einströme, erklärte DWD-Meteorologe Manuel Voigt gegenüber LVZ.de. Die Gefahr für Schauer und Gewitter mit örtlichem Starkregen sei deshalb noch nicht ganz gebannt. Bis zur Wochenmitte soll sich die Wettersituation laut DWD kaum ändern. Die Gefahr schwerer Gewitter und Unwetter bleibt im Südosten des Landes bis Ende der Woche bestehen. Verantwortlich dafür sind schwülwarme Luftmassen, die sich in der Region halten werden. „Bis zum Wochenende wird es jeden mal erwischen“, erklärte der Meteorologe. Die Unwetter-Vorhersage sei sehr schwierig, weil die Luftmassen so labil seien. Es sei derzeit warm-feucht in Bodennähe und kühl in der Höhe. Anhand von Messwerten könne man nicht erkennen, wo sich daraus Gewitterzellen entwickeln werden. „Und wenn es auf dem Radar zu sehen ist, ist das Gewitter ja schon da“, sagte der Wetterexperte.

Unwetterschäden im Erzgebirge

In der Nacht zum Samstag hatten Gewitter, Blitzschlag und Starkregen im Erzgebirge und in Mittelsachsen Schäden angerichtet und zu Verkehrsbehinderungen geführt. Menschen wurden laut Polizei jedoch nicht verletzt. Offensichtlich hatte ein Blitz in Brand-Erbisdorf (Mittelsachsen) den Dachstuhl eines Wohnhauses in Brand gesetzt. Die Löscharbeiten dauerten bis zum Morgen. In Weißenborn im Erzgebirge brannte ebenfalls nach Blitzschlag eine Gartenlaube. Über die Höhe des Schaden konnte die Polizei zunächst keine Angaben machen.

Schon am Freitagabend hatten starke Regenfälle für Probleme gesorgt. So musste die Feuerwehr in Freiberg anrücken, um den vollgelaufenen Keller eines Wohnhauses zu leeren. Bei Zwönitz im Erzgebirge floss Wasser von einem Feld auf die Staatsstraße 233. Um Unfälle zu vermeiden, regulierte die Polizei den Verkehr.

Mai in Leipzig sehr trocken

Abgesehen von den Gewittern sei der Monat Mai in der Region jedoch viel zu trocken gewesen. In Leipzig seien zum Beispiel nur 21 Liter Regen pro Quadratmeter gefallen. Das sei weniger als die Hälfte des Normalen. In Dresden fielen 41 Liter pro Quadratmeter, der Mittelwert für Mai wäre 63,5 Liter gewesen.

Insgesamt sei das Frühjahr in Sachsen zu trocken gewesen. Mit einer Niederschlagsmenge von 135 Litern pro Quadratmeter sei das Soll von 171 Litern nicht erreicht. Die Durchschnittstemperatur betrug 8,5 Grad (Mittelwert: 7,6). Die bundesweit tiefste Temperatur dieses Frühlings sei mit minus 10,5 Grad in Sohland bei Bautzen gemessen worden. Dafür bekamen die Sachsen mit 490 Stunden etwas mehr Sonne ab als im langjährigen Durchschnitt, der bei 460 Stunden liegt. (mit dpa)

Von lyn/agri

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