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Lokales Envia fordert von Leipzig Rechtssicherheit und Stromkonzessionen
Leipzig Lokales Envia fordert von Leipzig Rechtssicherheit und Stromkonzessionen
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01:00 03.09.2013
Carl-Ernst Giesting Quelle: André Kempner

An die Adresse der Stadträte gerichtet, die am 18. September über die Neuvergabe der Wegerechte für das Stromnetz in 14 Leipziger Ortsteilen entscheiden sollen, sagte er gestern gegenüber LVZ-Online: "Ich gehe davon aus, dass die Stadt ein Interesse daran hat, dieses Verfahren rechtssicher zu Ende zu bringen." Bislang hält Envia die Stromkonzessionen. 15 Arbeitsplätze seien daran gekoppelt. Es geht um ein Geschäft von 50 Millionen Euro in den nächsten 20 Jahren. Denn wer die Infrastruktur und die dazugehörigen Wegerechte besitzt, verfügt über Einnahmen aus den Netzentgelten, die Bestandteil des Strompreises sind.

Um die Konzessionen hatten sich auch die Leipziger Stadtwerke beworben. Dem kommunalen Versorger will das Rathaus den Zuschlag erteilen. Bei der Ausschreibung lag jedoch Envia mit 1672 Punkten zunächst zwölf Punkte vor den Stadtwerken. Für Giesting ist klar: "Zum Gewinnen reicht ein Punkt Vorsprung." Das Verfahren wurde vom Bundeskartellamt für rechtmäßig befunden. Doch später ließ Leipzig den Bewertungsmodus ändern, was zu einem leichten Vorsprung der Stadtwerke führte. "Das ist so, als liegt Red Bull mit 1:0 in Führung und der Gegner geht zum Schiedsrichter, der das Spiel dann so lange verlängert, bis das Ausgleichstor fällt", kritisierte Giesting "Wir gewinnen und verlieren Ausschreibungen immer wieder", sagte er, "aber was wir hier erleben, ist bundesweit eine Besonderheit."

Geärgert hat sich Giesting besonders über die Aussage des Stadtwerke-Mutterkonzerns LVV, wonach sich die Versorgungssicherheit mit den Stadtwerken erhöhe: "Das ist unhaltbar." Envia gehört dem Energieriesen RWE und 650 ostdeutschen Kommunen und sieht sich als führender regionaler Energiedienstleister in Ostdeutschland. Der Verbund, der mehr als 4100 Mitarbeiter beschäftigt, versorgt 1,5 Millionen Kunden.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 03.09.2013

Klaus Staeubert

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