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Lokales Ergebnisse des Online-Forums zum Freiheits- und Einheitsdenkmal in Leipzig vorgestellt
Leipzig Lokales Ergebnisse des Online-Forums zum Freiheits- und Einheitsdenkmal in Leipzig vorgestellt
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19:52 20.09.2012
Das geplante Leipziger Freiheits- und Einheitsdenkmal soll am Wilhelm-Leuschner-Platz entstehen. Quelle: André Kempner
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Leipzig

Das Konzept „Eine Stiftung an die Zukunft“ wurde in dem Forum mit der geringsten Aufmerksamkeit bedacht. Insgesamt beteiligten sich die Leipziger in mehr als 1000 Kommentaren an der Diskussion.

„Die Symbolik mit den Jahreszeiten als Äquivalent zu den Phasen der Friedlichen Revolution schien den Teilnehmern leichter zugänglich zu sein“, wertete die Stadtverwaltung die Äußerungen zum „Herbstgarten“ aus. „Kritisiert wurde beispielsweise, dass die Inschrift des Denkmals nur aus der Vogelperspektive lesbar sei oder Apfelbäume keinen Bezug zur Friedlichen Revolution hätten.“

Der Entwurf „70.000“ erntete den Angaben zufolge viele kritische Kommentare. Gleichzeitig machten die Diskussionsteilnehmer Verbesserungsvorschläge. „So solle vor allem eine stärkere Symbolik und mehr Bezug zum Herbst 1989 und zur Friedlichen Revolution hergestellt werden“, schreibt das Kulturamt in seiner Mitteilung. „Einigen Teilnehmern ist der Entwurf nicht ernst genug.“ Dagegen seien die Farbigkeit des Entwurfes als Symbol für den Akt der Befreiung und der Freude sowie die Podeste als Symbol für die Suche nach Freiheit oder die Betonung der vielen Stimmen positiv bewertet worden.

Lob erhielt die „Stiftung an die Zukunft“ dafür, dass sie selbsterklärend sei und zur Teilnahme animiere. Ungenügend ist der Entwurf nach Ansicht der Teilnehmer des Forums aber, da die historische Einmaligkeit der Friedlichen Revolution mit tagespolitischen Themen gleichgestellt werde.

Die Ergebnisse des Online-Forums sollen nun in die Weiterentwicklung der Entwürfe durch die Künstler fließen. Die genaue Aufgabenstellung erhalten die Preisträger im November 2012, kündigte das Rathaus an. Im Frühjahr 2013 soll es ein Zwischenkolloquium geben, in dem Fachleute, Zeitzeugen und Jugendliche mit den Künstlern über deren erste Ideen zur Weiterentwicklung ins Gespräch kommen. Diese Zwischenergebnisse werden dann in einem weiteren Bürgerforum vorgestellt. Geplant ist, dass der Stadtrat die Verwaltung mit den Verhandlungen zur endgültigen Umsetzung des Denkmals im Juni 2013 beauftragt.

Parallel zum Online-Forum wurde auch eine Ausstellung im Neuen Rathaus gezeigt. Hier gaben die Leipziger 838 Beiträge ab. Diese sind noch nicht ausgewertet, weil die Fragebögen derzeit noch digital erfasst werden.

Eine Zusammenfassung der Diskussionen im Internet ist unter www.denkmal-dialogleipzig.de veröffentlicht.

maf

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