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Lokales Erhöhte Unwetter-Gefahr am späten Abend im Raum Leipzig
Leipzig Lokales Erhöhte Unwetter-Gefahr am späten Abend im Raum Leipzig
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10:07 02.08.2017
"Die Bedingungen dafür sind gegeben": Ein Tornado wie hier 2015 bei Bützow (Mecklenburg-Vorpommern) könnte am Dienstag auch im Raum Leipzig auftreten. Quelle: Hein-Godehart Petschulat/dpa
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Leipzig

Das könnte ungemütlich werden: Auf Leipzig rollt am Dienstag eine außergewöhnlich schwere Gewitterfront zu. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnt, dass es dabei nicht nur zu Starkregen von bis zu 50 Litern, Orkanböen und großkörnigem Hagel kommen könnte, sondern auch die Entstehung von Tornados möglich sei. „Die Rahmenbedingungen dafür sind gegeben. Das ist in Leipzig schon sehr selten“, sagt Henry Geyer am Vormittag. „Die Atmosphäre ist extrem energiegeladen. Wenn die Luftmassen aufeinander prallen, kann es zu heftigen Unwettern kommen“, so der Meteorologe vom DWD in Leipzig am Mittag gegenüber LVZ.de

Wo Tornados auftreten, lasse sich jedoch nur schwer voraussagen. Eine entsprechende Vorabwarnung gilt zunächst für einen Zeitraum von 14 Uhr bis 4 Uhr für weite Teile Thüringens, Sachsens und Sachsen-Anhalts.

Was tun bei Gewitter? Das ist zu beachten:

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Die Entstehung eines Tornados müsse nicht immer mit dem typischen kreisförmigen Luftwirbel einhergehen, so der DWD-Meteorologe. Häufig seien diese optisch gar nicht zu erkennen und nur schwer von Orkanböen zu unterscheiden. Zurück bleiben aber schwere Schäden. Dächer können abgedeckt, Bäume einfach umgeknickt werden. „Im Nachhinein ist das gut sichtbar an den wechselnden Fallrichtungen“, erläutert der Wetterexperte. Für Leib und Leben besteht bei solchen extremen Wetterlagen erhebliche Gefahr. „Wenn sich der Himmel schwarz färbt, solle man unbedingt Schutz in festen Gebäude suchen“, rät Geyer. (Mehr zum Thema: Was tun bei Gewitter?)

Zuvor war bei Gluthitze aber Schwitzen angesagt. Verbreitet stieg das Thermometer am Dienstag auf über 30 Grad, in Ostsachsen wurden Spitzenwerte von bis zu 35 Grad gemessen. In Leipzig wurden bis zu 31 Grad erreicht.

Am Abend präzisierte DWD-Meteorologe Florian Engelmann die Warnung: Aus dem Raum Schweiz und Frankeich zieht die Gewitterfront in Richtung Sachsen. Dabei liefert sie sich ein Wettrennen mit einer kleinen, langsamen Kaltfront aus westlicher Richtung. Letztere könnte das Unwetter merklich abschwächen. „Je später es wird, desto unwahrscheinlicher werden Unwetter im Raum Leipzig“, so Engelmann. Wie in der vergangenen Nacht droht in Leipzig starker Regen: „Sogar einen Zacken schärfer.“ In der Fläche rechnet der Meteorologe mit 10 bis 20 Litern je Quadratmeter. „Punktuell können es aber auch 40 Liter werden. Dann drohen auch kleinere Überflutungen.“ Die Warnung hat zunächst bis 23.30 Uhr bestand.

Von Robert Nößler/joka

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