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Lokales Erkältete Fahrer stellen LVB vor Probleme – aber Grippewelle in Leipzig offenbar gestoppt
Leipzig Lokales Erkältete Fahrer stellen LVB vor Probleme – aber Grippewelle in Leipzig offenbar gestoppt
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17:20 17.02.2015
Bus- und Bahnfahrer werden langsam knapp: Die Grippe- und Erkältungswelle macht den Leipziger Verkehrsbetrieben (LVB) zu schaffen (Archivfoto). Quelle: André Kempner
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Leipzig

Durch den Kontakt mit hunderten Passagieren täglich sind Bus- und Bahnfahrer einer erhöhten Ansteckungsgefahr ausgesetzt. Im Moment gebe es deshalb deutlich mehr Krankheitsfälle als sonst, sagte Sprecherin Katja Gläß am Dienstag gegenüber LVZ-Online.

Im Fahrdienst fallen momentan im Schnitt etwa 20 der insgesamt 1200 Mitarbeiter aus. „Wir haben einen um zwei Prozent erhöhten Krankenstand“, erklärte die Sprecherin. Hauptursache seien jedoch weniger Grippefälle als grippale Infekte sowie sonstige Erkrankungen der Atemwege. Auswirkungen auf den Fahrplan haben die Ausfälle bislang nicht – Busse und Bahnen fahren weiter wie gewohnt. „Sollten wir einen weiteren Anstieg verzeichnen, werden die LVB verstärkt auf weitere Personalressourcen zurückgreifen, die über eine Personenbeförderungserlaubnis verfügen“, sagte Gläß. Dies seien zum Beispiel Teilzeitfahrer, Mitarbeiter im Ruhestand und in Altersteilzeit sowie Verwaltungsmitarbeiter.

Die LVB empfiehlt ihren Mitarbeitern generell, sich im Herbst gegen Grippe impfen zu lassen und bietet diesen Service auch über einen eigenen Firmenarzt an. Dies sei von „weniger als der Hälfte der Fahrer“ in Anspruch genommen worden, so Gläß. Es werde jedoch davon ausgegangen, dass sich viele Fahrer auch privat bei ihrem Hausarzt haben impfen lassen. Konkrete Zahlen darüber liegen aber nicht vor.

Ferienzeit bremst Influenza in Leipzig

Von der Grippe ist die Messestadt in diesem Jahr besonders stark betroffen. Bis Ende vergangener Woche waren in der Region Leipzig insgesamt 980 Grippefälle registriert wurden – ein Großteil der 1660 Influenza-Kranken in ganz Sachsen, wie die humanmedizinische Landesuntersuchungsanstalt in Chemnitz mitteilte. Zweiter Grippeschwerpunkt war der Erzgebirgskreis mit 150 Fällen seit Anfang Januar.

Aktuell scheint das Ausbreiten der Grippewelle jedoch vorerst gestoppt. Momentan sei kein weiterer Anstieg der Fallzahlen zu beobachten, sagte Nils Lahl vom Leipziger Gesundheitsamt am Dienstag gegenüber LVZ-Online. Verantwortlich für die abklingende Influenza-Welle ist offenbar die Ferienzeit. Da Sachsens Schüler diese und vergangene Woche frei haben, konnte sich die Grippe dort nicht weiter ausbreiten, erklärte Lahl. Die Schulen seien häufig die „Multiplikatoren“ der Krankheit, so der Experte.

„Es kann einen zweiten Gipfel geben“

Schnupfen, Husten, Fieber: In Leipzig sind knapp 1000 Betroffene an Grippe erkrankt. Quelle: dpa

Entwarnung gibt das Gesundheitsamt aber noch nicht. „Es kann einen zweiten Gipfel geben“, warnt Lahl. Ob die Grippe noch einmal einen Aufschwung erhält, liege vor allem am Wetter. Bei milden Temperaturen, wie sie aktuell vorherrschen, könnten sich die Viren besser übertragen. „Wenn es knackig kalt wird, könnte das die Ausbreitung bremsen. Beim Niesen weht das Wölkchen dann nicht so weit“, erläuterte Lahl.

Adeline Bruzat / Robert Nößler

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