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Lokales Erlebnisausstellung „Riesenküche“ im Uniklinikum zeigt Gefahren im Haushalt auf
Leipzig Lokales Erlebnisausstellung „Riesenküche“ im Uniklinikum zeigt Gefahren im Haushalt auf
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18:34 06.09.2010
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Leipzig

Mit einer überdimensional großen Küche, die nun bis zum 24. September im Zentrum für Frauen- und Kindermedizin steht, sollen Kinder und vor allem Eltern für bedrohliche Situationen sensibilisiert werden. „Die Erwachsenen sollen die Sicht der Kleinen verstehen. Broschüren und Worte geben dafür schon nützliche Informationen, aber wirklich im Kopf bleibt letztlich nur die eigene sinnliche Wahrnehmung", sagte Thomas Fabian, Bürgermeister für Jugend, Soziales, Gesundheit und Schule, bei der Eröffnung der Ausstellung am Montag.

Da im Falle der Gefahrenbeseitigung auch die Erwachsenen noch lernen müssen, werden sie durch eine riesige Küchenzeile, sowie einem großem Tisch und Stuhl in die Kinderperspektive gesetzt. „Die Eltern sollen sensibilisiert werden. Von unten betrachtet ist man neugierig, was auf dem Herd gekocht wird und was auf dem Tisch steht", erklärte Elke Seidel vom Landesgesundheitsamt Brandenburg.

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Seit über zehn Jahren zog sie mit der großen Küchen über Messen und Märkte. Der Eigentümer der Megamöbel, der Verband der Ärzte des öffentlichen Gesundheitsdienstes der Länder Berlin und Brandenburg, schenkte die Ausstellungsstücke jetzt der Leipziger Klinik. Das Hospital hofft, die Erlebnisschau immer wieder in verschiedenen Einrichtungen präsentieren zu können. „Als nächstes wird die Sammlung vermutlich im Krankenhaus St. Georg und ab Dezember im neuen Rathaus zu sehen sein", sagte Ulf Bühligen vom Uniklinikum.

Im Rahmen der seit Wochen geplanten Ausstellung hatte die Universitätsklinik in Zusammenarbeit mit dem Kindernetzwerk Leipzig und der Arbeitsgruppe zur Erfassung von Verletzungen - Injury Data Base - zu einem Filmprojekt aufgerufen. Schulklassen und Arbeitsgemeinschaften fertigten dafür kurze Spots zum Thema „Schutz des Kindes vor häuslichen Gefahren" an. Zur Eröffnung der Ausstellung am Montag wurden die besten drei Filme prämiert. Den ersten Platz konnte die AG Schülerfernsehen der Mittelschule Kitzscher erobern. In ihrem Film verleiten zwei böse Feen die Kinder zur Neugierde und bringen sie damit in Gefahr. Erst im letzten Augenblick können zwei andere, gute Feen die Kleinen eines Besseren belehren und sie somit schützen.

Im realen Leben können die Schutzaufgaben keine Feen übernehmen. Dafür haben aber Eltern viele Möglichkeiten, Gefahren zu beseitigen. Die Doktoren Ulf Bühligen und Thomas Woller vom Uniklinikum haben dafür zahlreiche Tipps zur Vorsorge zusammengetragen und in einem Prospekt, der in der Ausstellung zu finden ist, gebündelt.

Jedes Jahr verunglücken in Deutschland rund 1,69 Millionen Kinder. Mehr als 492.000 Unfälle passieren dabei im Heim- und Freizeitbereich. Laut der Bundesarbeitsgemeinschaft „Mehr Sicherheit für Kinder" ist das eigene Zuhause für die Kleinen damit gefährlicher als der Straßenverkehr.

Julia Wick

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