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Lokales Erneut Ärger mit Fallada-Brücke
Leipzig Lokales Erneut Ärger mit Fallada-Brücke
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14:39 18.12.2009
Die Fallada-Brücke ist noch immer nicht fertig, weil die Baufirma Insovenz anmelden musste. Quelle: André Kempner

Doch nichts von alledem.

Jetzt erklärt Bahn-Sprecher Jörg Bönisch, dass die mit dem Bau beauftragte Firma Insolvenz anmeldete. "Wir wollen trotzdem in der kommenden Woche einen Teil der Brücke für die Fußgänger übergeben", sagt Bönisch. Leider seien die Rampen noch nicht fertig, so müssten Kinderwagen die Treppen rauf beziehungsweise runter getragen werden. Bönisch bedauert, dass Mütter oder Väter dadurch auf Hilfe angewiesen sind. Im neuen Jahr würden dann die Rampen in Angriff genommen und andere Restarbeiten erledigt.

Bei allem verständlichen Ärger, in wenigen Tagen sei jedoch die kürzeste Verbindung zwischen Sternsiedlung und den Einkaufszentren sowie den öffentlichen Verkehrsmitteln in der Georg-Schumann-Straße wieder gewährleistet.

Bekanntlich ist mit dem Neubau der S-Bahn-Strecke Leipzig-Halle seit 2004 das Queren der Gleise zu ebener Erde nicht mehr möglich. Fußgängern wurden seitdem erhebliche Umwege über die Straße am Viadukt oder die Slevogtstraße zugemutet. Ursprünglich hieß es, eine neue Fußgängerüberführung an der Falladastraße ist 2006 fertig.

"Die Bahn verspricht viel, hält aber wenig", war im Stadtbezirksbeirat Nordwest immer wieder zu hören. Auch der in die Welt gesetzte Termin drittes Quartal 2008 platzte wie eine Seifenblase. Kostenexplosionen, galoppierende Stahlpreise wurden als Begründungen von der Bahn herangezogen.

Umso verwunderlicher ist, dass jetzt eine Brücke in Luxusausführung die künftige Bundesstraße 6 und die S-Bahn-Trasse überquert. 69 Meter ist das Bauwerk lang. Den Mittelteil der Stahlkonstruktion sollen senkrecht stehende Hölzer verkleiden.

Auch die getönten Scheiben aus Spezialglas hätten die Kosten enorm in die Höhe getrieben. Kelch hat immer wieder betont, dass hier kein Standardbau, sondern eine höchst anspruchsvolle Brücke entsteht. Nächste Woche sollen endlich die Leipziger über diese Brücke gehen dürfen. Mit jahrelanger Verspätung.

Günther Gießler

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