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Lokales Erneut Vierlinge geboren – zwei Mädchen und zwei Jungen sind fit und gesund
Leipzig Lokales Erneut Vierlinge geboren – zwei Mädchen und zwei Jungen sind fit und gesund
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00:01 11.05.2017
Die jungen Eltern Juliane und Tobias Stejskal mit ihren nunmehr sechs Kindern Leoni, Merle, Pepe, Boas, Helen und Nora (von links). Dahinter stehen die Ärzte Ulrich Thome (links) und Holger Stepan sowie Schwester Gabi Koch. Quelle: Foto Stefan Straube
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Leipzig

Ein Glück kommt selten allein! Bei Familie Stejskal kam es zu viert: Am Gründonnerstag konnten die jungen Eltern Juliane und Tobias Stejskal (beide 28 Jahre alt) ihre gesunden viereiigen Vierlinge in die Arme schließen. Die zwei Mädchen und zwei Jungen – Helen, Merle, Boas und Pepe – wurden im hoch spezialisierten Uniklinikum Leipzig per Kaiserschnitt in der 31. Schwangerschaftswoche auf die Welt geholt. Die Eltern stammen aus Kirchberg bei Zwickau. Besonderheit: Sie haben schon Zwillingstöchter, die vier Jahre alten Mädchen Nora und Leoni. In beiden Fällen ging der Kinderwunsch des jungen Paares erst nach einer Hormonbehandlung in Erfüllung. Die Vierlinge waren also keineswegs geplant, aber dann herzlich willkommen.

„Mir geht’s gut“, strahlt Juliane Stejskal, die praktischerweise von Beruf Erzieherin ist und ihren Beruf wohl in den nächsten Jahren „in Familie“ ausüben wird. Sie hat die Kaiserschnitt-Entbindung unter Teilnarkose miterlebt. „Alle vier haben sofort losgeschrien“, erinnert sie sich an das große Ereignis. Helen kam als Erste und war mit 1285 Gramm auch die Schwerste, Pepe war mit 660 Gramm der Zarteste des Viererteams. Inzwischen haben alle Babys ordentlich zugelegt, wiegen zwischen 1720 und 1120 Gramm. Alle kommen ohne Atemhilfe aus und können schon allein trinken. Am Donnerstag stand daher auch für Pepe die Verlegung von der Frühchen- auf die Neugeborenenstation an. Trotzdem müssen alle Vier noch etwas kräftiger werden, bevor sie nach Hause dürfen.

Die Eltern und auch ihre beiden großen Mädchen wohnen so lange im Ronald-McDonald-Haus und sind jeden Tag bei den Babys. „Jein“, antwortet Mama Juliane auf die Frage, ob sie ihre Vierlinge schon auseinanderhalten kann. Bei den Jungs ist das leicht, Pepe ist der Kleinste von allen. Bei den Mädchen ist es schon schwerer: „Helen hat ein Muttermal, aber da muss ich sie nackt sehen.“ Papa Tobias ist Lackierer bei VW und nimmt bis Anfang 2018 Elternzeit, um für seine Familie da zu sein. Anfangs wird der Platz in der Vier-Zimmer-Wohnung für alle reichen. „Wir haben auch schon ein Grundstück und wollten sowieso bauen“, erzählt der junge Vater. Er selbst hat vier Geschwister, seine Frau hat zwei Geschwister – beide sind also in kinderreichen Familien groß geworden. „Aber wenn man dann selber mehrere Kinder hat, ist es noch mal was anderes“, sagt Tobias Stejskal.

Zu Hause warten viele Tanten und Onkel und eine Kirchgemeinde auf die neue Großfamilie. „Wir wollen nach der langen Zeit im Krankenhaus erst mal heimkommen und sehen, wie wir alleine zurechtkommen“, gehen die Eltern ganz entspannt an ihren neuen Alltag heran. Bei jedem ihrer vier Zwerge haben sie schon Eigenheiten festgestellt: Merle ist die größte Schlafmütze, Boas der Entspannteste, Pepe der Aufgedrehteste, und Helen spuckt zur Zeit am meisten. Die Ärzte und Schwestern, die die Familie betreuen, sind vollauf zufrieden: „Vier auf einmal sind auch für uns eine Herausforderung, aber diese vier haben es uns leicht gemacht“, sagt Ulrich Thome, der Leiter der Neonatologie. Schwangerschaft und Geburt verliefen ganz unkompliziert. Vor fünf Jahren sind am Uniklinikum Leipzig zuletzt Vierlinge zur Welt gekommen, die eineiigen Vierlingsmädchen Sophie, Laura, Kim und Jasmin Mehnert aus Leipzig. Davor gab es 30 Jahre lang keine Vierlinge.

Von Kerstin Decker

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