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Lokales Erneut Wasserleitung in Südvorstadt geborsten – 2010 weniger Rohrbrüche als im Vorjahr
Leipzig Lokales Erneut Wasserleitung in Südvorstadt geborsten – 2010 weniger Rohrbrüche als im Vorjahr
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17:33 22.06.2010
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Leipzig

Nun vermelden die Kommunalen Wasserwerke (KWL), dass am Dienstagvormittag ein weiteres Rohr in der Karl-Liebknecht-Straße geborsten ist – nur wenige Meter vom gestrigen Bruch an der Ecke Karl-Liebknecht- / Paul-Gruner-Straße entfernt.

Das zehn Zentimeter starke und 120 Jahre alte Teilstück brach auf Höhe des Volkshauses. Zwei Wohnblöcke würden zur Zeit extern mit einem Wasserwagen versorgt, sagte KWL-Sprecherin Katja Gläß.

Am Montag war ein Teilstück der Eutritzscher Straße aufgrund eines Wasserrohrbruchs auf einer Fläche von drei mal fünf Metern um knapp 1,5 Meter abgesackt. Im Leipziger Süden hob sich der Straßenbelag an der Paul-Gruner-Straße, das Wasser sprudelte aus mehreren Ritzen heraus und überspülte die Fahrbahn.

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Die KWL arbeitet derzeit daran, die geborstenen Leitungen im Süden und Norden der Stadt zu kitten. Mit dem Ende der Bauarbeiten rechnet Gläß zum Ende der Woche. Bis dahin ist die Eutritzscher Straße stadteinwärts zwischen der Erich-Weinert-Straße und der Kreuzung Berliner Straße auf nur einer statt drei Spuren befahrbar. Die Paul-Gruner-Straße bleibt zwischen Audorfstraße und Karl-Liebknecht-Straße gesperrt. Auf der Karl-Liebknecht-Straße kann der Verkehr an der Baustelle vorbei geführt werden.

Seit Januar wurden in Leipzig etwa 350 Rohrbrüche registriert. Damit sind in diesem Jahr nach KWL-Angaben bislang weniger Rohre geborsten, als noch 2009. Ein Jahr zuvor musste das Unternehmen zum gleichen Zeitpunkt bereits 440 Leitungen flicken.

Ermüdungserscheinungen im Leitungssystem stellen sich unter anderem aufgrund hoher Verkehrsbelastungen über einen langen Zeitraum und extremen Witterungsbedingungen wie Trockenheit oder Kälte ein. Aber auch das Alter sei eine mögliche Ursache für Überschwemmungen wie die in der Eutritzscher Straße und an der Karl-Liebknecht-Straße, so Gläß.

Während 1996 noch 3000 Rohrschäden verzeichnet wurden, seien es aktuell rund 900 pro Jahr. Das Leitungsnetz der KWL erstreckt sich auf eine Länge von 3200 Kilometern. Seit 1994 investierte das Unternehmen nach eigenen Angaben rund 285 Millionen Euro in die Modernisierungen der zum Teil mehr als 80 Jahre alten Rohrsysteme.

Christiane Lösch

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