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Lokales Erneut rechtsextreme Demo an Leipziger Moschee geplant – Aktionsbündnis macht mobil
Leipzig Lokales Erneut rechtsextreme Demo an Leipziger Moschee geplant – Aktionsbündnis macht mobil
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17:18 12.08.2013
In der Leipziger Roscherstraße haben Anhänger der NPD bereits im Herbst 2012 demonstriert. (Archivfoto) Quelle: Dirk Knofe
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Leipzig

Die Partei erwartet 100 Gleichgesinnte. Die Wahl des Veranstaltungsortes kommt dabei nicht von ungefähr: In der Roscherstraße ist auch die größte Moschee der Messestadt beheimatet.

Laut NPD-Mitteilung steht der geplante Marsch unter dem Motto „Maria statt Scharia“ und wird von Bundesparteichef Holger Apfel angeführt. Neben Apfel und dem NPD-Landesvorsitzendem Holger Szymanski steht unter anderem auch der Delitzscher Maik Scheffler als Redner vor der Al-Rahman-Moschee bereit. Scheffler, inzwischen Landesvize der Partei, gilt als Mitbegründer des „Freien Netzes“ in Nordsachsen und als Bindeglied zwischen militanter Neonazi-Szene und NPD.

Demo an der Moschee 2012 mit starken Auflagen – Gegen-Protest formiert sich

Ob es am Samstag allerdings tatsächlich zu islam- und ausländerfeindlichen Reden vor der Moschee kommen wird, ist fraglich. Bereits im Herbst 2012 wollte die NPD an dieser Stelle demonstrieren, wurde dann aber ausgebremst. Nach juristischem Hin und Her genehmigte die Stadtverwaltung zwar den Aufmarsch in der Straße, ließ ein Vorbeiziehen an der Moschee aber mit Verweis auf die freie Religionsausübung letztlich nicht zu.

Zudem macht auch das Aktionsbündnis „Leipzig nimmt Platz“ wieder mobil gegen die Rechtsextremen. Laut Ordnungsamt hat die Gruppe bereits eine Kundgebung an der Roscherstraße in Höhe Berliner Straße mit bis zu 300 Teilnehmern angemeldet. Eine zweite Protestveranstaltung am anderen Ende des Straßenabschnitts, an der Einmündung zur Eutritzscher Straße, sei in Vorbereitung, hieß es. „Wir werden nicht dulden, dass Muslime mit FundamentalistInnen und TerroristInnen gleichgesetzt werden. Der Islam hat wie andere Religionen in Leipzig seinen Platz“, so das Aktionsbündnis.

Matthias Puppe

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