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Lokales Erst Regen, dann Sonne – Wetter kann Leipzig Mückenplage bescheren
Leipzig Lokales Erst Regen, dann Sonne – Wetter kann Leipzig Mückenplage bescheren
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14:40 18.08.2015
Mücken können sich dank des Wetters derzeit gut vermehren. (Symbolbild) Quelle: dpa
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Leipzig

Nach dem Regen kommt die Sonne: Schon ab Donnerstag soll der Sommer ein Comeback erleben. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) erwartet in und um Leipzig Temperaturen um 23 Grad, dazu Sonnenschein. Das seien beste Voraussetzungen, damit sich Mücken entwickeln, erklärt Doreen Werner. Die Biologin arbeitet am Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung (ZALF) und ist seit 2012 mit dem Projekt Mückenatlas betraut. „Entscheidend ist das Zusammenspiel“, so Werner. Sollte es nun länger warm und feucht bleiben, könnte sich eine Plage entwickeln.

„Mücken brauchen Wasseransammlungen, um ihre Eier darin abzulegen“, erläutert Werner gegenüber LVZ.de. Dabei sei es egal, ob es sich um Tümpel, Regentonnen oder Pfützen handele – alles könne den Blutsaugern als Bruthabitat dienen. Durch die anhaltende Trockenheit waren solche Wasserstellen ausgedörrt, der Regen füllt sie nun wieder auf. Nachdem die Eier abgelegt werden, dauert es etwa zehn bis 14 Tage, bis die Tiere schlüpfen. „Wenn es warm wird, entwickeln sich die Tiere besonders schnell.“

Zur Plage kommt es erst, wenn diese Witterungsverhältnisse stabil bleiben. Neben feuchtem Wetter seien Temperaturen zwischen 20 und 25 Grad ideal. „Zu warm mögen es die Mücken auch nicht, einfach weil das Wasser in den Brutstellen zu schnell verdunstet“, erklärt Expertin Werner. „Natürlich weiß ich nicht, wie sich das Wetter entwickelt. Ich kann mir aber vorstellen, dass es bei den richtigen Bedingungen zur Plage kommt.“

Das wären zumindest gute Arbeitsbedingungen für die Forscher des ZALF. Das Team um Werner sammelt die Insekten deutschlandweit und katalogisiert diese. Um den Mückenatlas weiter voranzutreiben, können weiterhin Tiere gefangen und an das Institut geschickt werden. „Aus der Region um Leipzig und generell Ostdeutschland haben wir noch nicht so viele Einsendungen erhalten“, so Werner.

Weitere Informationen unter www.mueckenatlas.de

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