Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Lokales Erste Bauetappe in der Georg-Schwarz-Straße ist geschafft
Leipzig Lokales Erste Bauetappe in der Georg-Schwarz-Straße ist geschafft
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
22:02 16.10.2017
Tilo Pötschke , Dirk Sikora und Mathias Wiemann (von links) sind optimistisch – beim Umbau der Georg-Schwarz-Straße liegen alle Arbeiten im Plan.  Quelle: Foto: André Kempner
Leipzig

 Beim Umbau der Georg-Schwarz-Straße zwischen Hans-Driesch- und Philipp-Reis-Straße ist die erste Bauetappe geschafft: Seit Montag fließt der Verkehr wieder ohne Einschränkungen über die Kreuzung am Leutzscher Rathaus. Die Arbeiten an dem Großprojekt – das einen 750 Meter langen Abschnitt umfasst und bis zum 15. Dezember 2018 geschafft sein soll – liegen im Plan, heißt es vor Ort. Die großräumige Umleitung für den Durchgangsverkehr wurde aufgehoben. Die gestern begonnene Baupause soll bis Anfang März gelten.

Die Bilanz der drei Bauherren zum Abschluss des ersten Baujahres fiel positiv aus. „Im rund 200 Meter langen ersten Bauabschnitt zwischen Hans-Driesch- und William-Zipperer-Straße liegen bereits neue Gleise“, erklärte Dirk Sikora, Bauchef der Leipziger Verkehrsbetriebe (LVB). „Von insgesamt 750 Metern neues Gleis haben wir jetzt 250 Meter gebaut.“ Das Bahnstromkabel sei bereits in voller Länge verlegt.

Im Auftrag der Stadt wurden im ersten Bauabschnitt auch Fahrbahnen und Gehwege erneuert, ebenso Versorgungs- und Telekommunikationsleitungen. „Ein Teil wurde zunächst nur provisorisch hergestellt“, erklärte Tilo Pötschke vom Verkehrs- und Tiefbauamt mit Blick auf die im nächsten Jahr anstehenden Arbeiten. Betroffen sei davon insbesondere der Bereich vor den Leutzsch-Arkaden, wo jetzt einige Flächen einen Asphaltbelag haben, der später durch einen Belag aus Platten ersetzt werden soll. „Diese Arbeiten werden voraussichtlich am 3. März 2018 beginnen“, so Pötschke.

 Am 12. März 2018 wollen die Leipziger Wasserwerke ihre Arbeiten wieder aufnehmen. „Unser Ziel ist, dass wir am 22. September 2018 das Baufeld komplett an die Stadt und die LVB übergeben können“, so Mathias Wiemann, Unternehmensbereichsleiter Netze.

Der zweite Bauabschnitt umfasst den Bereich zwischen William-Zipperer- und Philipp-Reis-Straße und soll am 3. März mit dem Einbau der Bauweichen für den eingleisigen Straßenbahnbetrieb starten. Bis auf drei Wochenendsperrungen am 3./4. März, 26./27. Juni und 17./18. November werde die Straßenbahnlinie 7 dann im Bauzeitraum eingleisig durch den Baubereich fahren, heißt es.

Gebaut wird im nächsten Jahr einseitig, bis Ende Juli zunächst die landwärtige Seite, im Anschluss die stadteinwärtige Seite. Beidseitig befahrbar soll die Strecke ab dem 26. November 2018 sein, die vollständige Verkehrsfreigabe wird nach Abschluss der Baumpflanzungen für den 15. Dezember 2018 angestrebt. Ab etwa 2021 soll dann die aufwendige Sanierung der Georg-Schwarz-Brücken folgen.

Während der Bauarbeiten wird der Durchgangsverkehr stadteinwärts wieder über die Franz-Flemming- und die Rückmarsdorfer Straße, stadtauswärts in nördlicher Richtung über die Rathenau- und Philipp-Reis-Straße beziehungsweise in westlicher Richtung über die Friesen-, Erich-Köhn- und Merseburger Straße umgeleitet.

Wie berichtet bauen die LVB ihre Gleisanlagen im gesamten Bauabschnitt aus. Neben den Bahnstromkabeln werden auch die Fahrleitungen komplett erneuert. Im Jahr 2018 sind die Haltestellen Pfingstweide und Philipp-Reis-Straße barrierefrei als sogenannte Haltestellenkaps mit angehobenem Radfahrbahn geplant und werden mit Fahrgastunterständen (außer der Haltestelle Pfingstweide stadtauswärts), dynamischen Fahrgastinformationsanzeigen und Blindenleitsystemen ausgestattet.

Zum Projekt gehört auch der Umbau von acht Straßeneinmündungen im südlichen Abschnitt der Georg-Schwarz-Straße. Leipzigs Verkehrsplaner wollen so die Straße für Fußgänger sicherer machen und die Einmündungen gestalterisch aufwerten. Umgebaut werden die Bereiche Calvisiusstraße (West), Spittastraße (West), Uhlandstraße (West), Wielandstraße, Großmannstraße, Ahlfeldstraße, Prießnitzstraße (West) und Baumgarten-Crusius-Straße.

Im Zuge der Arbeiten werden auch die Gehwege verbreitert. Um die Sichtverhältnisse beim Überqueren der Straße zu verbessern, soll das Parken im direkten Kreuzungsbereich nicht mehr möglich sein. In den durch die Gehwegverbreiterung gewonnenen neuen Seitenräumen sollen sieben Bäume gepflanzt und Fahrradbügel aufgestellt werden. Der gewonnene Platz soll es auch möglich machen, Freisitze einzurichten.

Von Andreas Tappert

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Erinnern Sie sich noch an den Sachsenplatz samt Leipzig Information? Oder an die drei Zehngeschosser am Brühl? LVZ.de zeigt alte und neue Bilder von markanten Orten in der Innenstadt.

09.11.2017
Lokales Schweizer Bank zieht vor Supreme Court - Leipziger Wasserwerke gewinnen Prozess gegen UBS in London

Die Leipziger Wasserwerke haben den Millionenprozess gegen die Schweizer UBS-Bank gewonnen. Ganz ohne Zahlungen kommt das kommunale Unternehmen aber nicht aus. Die UBS will außerdem vor den Supreme Court zeihen.

16.10.2017

Mit Sekt tauften die Leipziger Verkehrsbetriebe gemeinsam mit Namenspaten drei von 40 XL-Bahnen: „Tille“, „Johannapark“ und „Corso“ gondeln ab jetzt durch die Stadt. Die Namen wurden im Lieblingsplätze-Ideenwettbewerb erkoren.

16.10.2017