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Lokales Erste Grippefälle in Sachsen – Nur wenige Deutsche lassen sich impfen
Leipzig Lokales Erste Grippefälle in Sachsen – Nur wenige Deutsche lassen sich impfen
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16:58 28.10.2014
Experten raten, sich jetzt gegen Grippe impfen zu lassen. (Symbolfoto) Quelle: dpa
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Leipzig

Eine Grippe kann lange Krankschreibungen und schwere Folgerkrankungen nach sich ziehen. Deshalb raten Experten, sich gegen Influenza impfen zu lassen.

„Bis jetzt gab es zwei nachgewiesene Grippefälle in dieser Saison in Leipzig: einen Anfang September und einen Mitte Oktober“, sagt Nils Lahl vom Gesundheitsamt. „Einzelfälle sind in dieser Zeit nicht ungewöhnlich.“ Die eigentliche Grippewelle drohe jedoch später, darum sei es im Oktober und November am besten, sich impfen zu lassen.

Ausreichend Impfstoff vorhanden

Eine Knappheit vom Impfstoff sei aller Voraussicht nach nicht zu befürchten. „Im Gesundheitsamt hatten wir bisher noch keine Probleme. Wer sich hier während der entsprechenden Sprechstunden impfen lassen wollte, hat seine Impfung erhalten“, so Lahl.

Auch im Rest von Sachsen drohe momentan noch kein Mangel. „In den letzten Jahren sind sachsenweit keine Engpässe von Impfstoffen bekannt“, so ein Sprecher des Sächsischen Sozialministeriums. „Wir hatten dieses Jahr im Freistaat bisher etwa fünf Fälle, die richtige Grippesaison geht erst los.“

Im vergangenen Jahr wurden 376 Grippeimpfungen im Leipziger Gesundheitsamt vorgenommen, hinzu kommen die der Hausärzte. Schutz bestehe im Schnitt etwa ab zwei Wochen nach der Injektion. Allerdings müssen sich Patienten jährlich neu immunisieren lassen.

Viele Deutsche planen keine Impfung

Obwohl es in Deutschland keine Impfpflicht gibt, sollten sich vor allem Risikopatienten immunisieren lassen. „Dazu zählen chronisch Kranke und ältere Bürger. Aber auch Kinder und Schwangere sind besonders anfällig“, so Lahl vom Gesundheitsamt. Des Weiteren bestehe für medizinisches Personal ein erhöhtes Risiko. Generell gelte eine Empfehlung für den Impfschutz ab dem sechsten Lebensmonat, da die Krankheit tödlich ausgehen könne.

Die Mehrheit der Deutschen plant jedoch laut einer Umfrage der Krankenkasse BKK Mobil Oil keine Maßnahmen. Demnach haben sich 75 Prozent der Befragten in der Saison 2013/2014 nicht gegen Grippe impfen lassen. 80 Prozent derjenigen will auch in diesem Jahr dabei bleiben. Besonders gering ist das Interesse bei den 18 bis 29-Jährigen, so die Ergebnisse der Studie.

Die Grippe ist eine Atemwegserkrankung, die durch Influenzaviren ausgelöst wird und nichts mit banalen Erkältungen zu tun hat. Übertragen wird sie sowohl durch Tröpfchen beim Husten und Niesen, als auch beim Händeschütteln. Anzeichen sind Fieber, Schüttelfrost, Kopf- und Gliederschmerzen und trockene Husten.

Termine für eine Grippeschutzimpfung im Leipziger Gesundheitsamt in der Friedrich-Ebert-Straße 19 a können telefonisch unter (0341) 123 69 34 vereinbart werden.

Josephine Heinze

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