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Lokales Erste Leipziger Brotschule eröffnet im Kolonnadenviertel
Leipzig Lokales Erste Leipziger Brotschule eröffnet im Kolonnadenviertel
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07:00 19.04.2016
Handwerk hautnah: Bäcker Peter Wentzlaff will seinen Besuchern in der Ersten Leipziger Brotschule umfassende Einblicke in die Kunst des Backens ermöglichen. Scannen Sie das Foto und sehen Sie ein Video mit einer Rezeptur zum Selberbacken.  Quelle: Foto: André Kempner
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Leipzig

Das Bäckerhandwerk hautnah erleben: Das können Besucher ab Donnerstag in der „Ersten Leipziger Brotschule“ im Kolonnadenviertel. Neben regulärem Gastrobetrieb werden dort auch Seminare und Workshops rund um’s Backen angeboten.

„Wir wollen gezielt weg von dem typischen Discounter- und Kettengedanken. Backen bedeutet auch eine gesunde Lebensweise und nachhaltige Verarbeitung. Hier soll eine saubere Backkunst mit Rohstoffen aus der Region geboten werden“, erläutert Wentzlaff die Hintergründe seines neuen Konzepts. Statt sein Brötchen quasi im Vorbeigehen in die Tüte zu packen, soll der Kunde in der Brotschule den gesamten Entstehungsprozess nachvollziehen – und auf Wunsch auch selbst erleben können. Denn neben dem Tagesgeschäft aus Verkauf und Gastronomie bietet der Bäckermeister Interessenten in der Zimmerstraße 1 auch Workshops und Kurse rund ums Brotbacken. Das Angebot reicht dabei von Grundlagenkursen, in denen es um Brot als Nahrungsmittel, die verwendeten Rohstoffe und deren Bedeutung geht, bis zu Fachkursen, die sich mit unterschiedlichen Backverfahren und Sorten befassen. „Es wird Kurse rund um Dinkel oder Sauerteig geben“, kündigt Wentzlaff an. „In der Weihnachtszeit ist dann auch ein Pralinenkurs geplant.“

Die Zielgruppe ist breit gefächert. Statt sein Angebot auf eine bestimmte Klientel zuzuschneiden, möchte Wentzlaff gemeinsam mit Tochter Jana vielmehr für gesunde und nachhaltige Ernährung sensibilisieren. „Die Kurse sind deshalb auch gezielt auf das Haushaltsumfeld ausgerichtet“, erläutert er. Alles, was dort gezeigt werde, sollen die Teilnehmer auch in den eigenen vier Wänden umsetzen können. Die benötigten Rohstoffe werden für die Kunden daher direkt vor Ort angeboten, später soll auch eine entsprechende Back-Fibel erstellt werden. Für den Anfang seien ein bis zwei Kurse in der Woche geplant.

Zusätzlich hofft der Bäcker und Konditor, mit dem Angebot auch wieder die Wertschätzung seines Handwerks zu steigern. Denn zum Brotbacken gehöre viel mehr, „als lediglich ein paar Knöpfe zu drücken“, betont er. Aus diesem Grund können die Kunden seinen Mitarbeitern in einer Schaubackstube bei jedem Arbeitsschritt über die Schulter schauen. „Wir wollen deutlich machen, dass bei uns wirklich alles handgemacht ist. In der Brotschule trifft Tradition auf Zeitgeist.“

Den Standort am Rande der City hat Wentzlaff dabei ganz bewusst gewählt. „Leipzig ist eine Zukunftsstadt, gerade auch, was das Bevölkerungswachstum angeht.“ Nicht nur sei hier die nötige Infrastruktur vorhanden und die Lieferwege seien ausreichend kurz. Auch der Ansatz, das Ernährungsbewusstsein insbesondere bei jungen Menschen zu schärfen, könne damit viel besser verfolgt werden. So habe er bereits zahlreiche Anfragen von Schulen aus dem gesamten Stadtgebiet erhalten, die sich für eine Kooperation – etwa im Rahmen von Projekttagen – interessierten, berichtet er.

Davon, ob Peter Wentzlaffs Konzept aufgeht, können sich Interessenten ab Donnerstag selbst ein Bild machen. Um 6.30 Uhr öffnet die „Erste Leipziger Brotschule“ in der Zimmerstraße 1 ihre Türen.

Von Bastian Fischer

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