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Lokales Erster Abschnitt am Leipziger City-Tunnel eröffnet – Rampe für Rollstuhlfahrer fehlt
Leipzig Lokales Erster Abschnitt am Leipziger City-Tunnel eröffnet – Rampe für Rollstuhlfahrer fehlt
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16:09 05.08.2013
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„Ich dachte erst, das hat mit Strom und Gas zu tun“, sagte die seit vergangenem Donnerstag in der Messestadt im Amt befindliche Politikerin. Bei genauerem Hinschauen konnte sie sich aber für die Unterführung begeistern. „Das wird der Erschließung von Hauptbahnhof und Innenstadt einen großen Ruck geben“, erklärte sie.

Über den am Mittag eröffneten Tunnel gelangen Fußgänger künftig bequem zu den S-Bahnsteigen im Untergrund und schon jetzt zu den Straßenbahnhaltestellen vor dem Hauptbahnhof. Die Eingänge befinden sich nur wenige Meter neben der bisherigen Unterführung – in der Verlängerung der Nikolaistraße auf der einen und im Untergeschoss der Promenaden im Hauptbahnhof auf der anderen Seite.

Drei Aufgänge zu den Gleisen der LVB

Sachsens Wirtschaftsminister Sven Morlok (FDP) bezeichnete die rund 150 Meter lange und neun Millionen Euro teure Querung unter dem Willy-Brandt-Platz als „Quantensprung“ und gab sich einmal mehr als Fan des City-Tunnels zu erkennen. „In 50 Jahren kann man sich nicht mehr vorstellen, wie Leipzigs Nahverkehr ohne City-Tunnel funktionieren konnte“, so Morlok. Während die ersten Züge erst ab 15. Dezember fahren, dürfen Fußgänger die Unterführung schon jetzt nutzen. Drei Aufgänge führen zu den Gleisen der Straßenbahnen. Neben jeder Treppe sind Bildschirme mit den Abfahrtszeiten der nächsten Verbindungen angebracht.

Leipzig. Wenige Tage vor der Eröffnung des Citytunnels hat der Stadtrat Leipzig die Verwaltung beauftragt, eine Lösung für die Herstellung der Barrierefreiheit in der Verteilerebene unter dem Hauptbahnhof zu finden. Der Stadt allerdings fehlt das Geld: Baubürgermeisterin Dorothee Dubrau (parteilos) machte klar, dass objektiv allein die Kommune für die Finanzierung der Nachbesserung zuständig sei.

Genau gegenüber von den Aufstiegen zu den Gleisen der Leipziger Verkehrsbetriebe (LVB) befindet sich der Zugang zum Bereich der Deutschen Bahn. Im Augenblick ist dieses Areal noch durch ein Edelstahltor blockiert. Zwei Schaufenster geben aber schon die Sicht für neugierige Blicke auf die S-Bahn-Strecke frei.

Rampe fehlt für Rollstuhlfahrer

Eine Schwachstelle haben einige Leipziger in der Verteilerebene auch schon ausgemacht. Die Promenaden lassen sich nur über eine Treppe erreichen, für Rollstuhlfahrer und Eltern mit Kinderwagen ist an dieser Stelle Schluss. „Die Ausschreibung hat hier keine andere Lösung vorgesehen“, sagte Andreas Irngartinger vom Projektsteuerer Deges dazu. Über den an der Unterführung eingebauten Fahrstuhl lasse sich nur der Bahnsteig barrierefrei erreichen. Der Zugang zu den Geschäften sei wie bisher aber oberirdisch möglich.

Von der alten Unterführung soll bis zum Jahresende nichts mehr zu sehen sein. Zunächst werde der Glaspavillion am Eingang abgebaut. „Anschließend verfüllen wir den Tunnel mit Magerbeton“, erklärte Irngartinger.

Matthias Roth

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