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Lokales Erster Berufsverkehr im Leipziger City-Tunnel – Bahn ist „verhalten optimistisch“
Leipzig Lokales Erster Berufsverkehr im Leipziger City-Tunnel – Bahn ist „verhalten optimistisch“
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14:59 16.12.2013
Talent-2-Zug im City-Tunnel. Quelle: Hendrik Schmidt
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Leipzig

Alle Züge seien gefahren, gelegentlich hätten sie aber etwas Verspätung gehabt. Der Grund: eine Fahrzeugstörung zwischen Zwickau und Halle und ein defektes Signal vor den Toren Leipzigs. Mehr als fünf Minuten habe der Rückstand aber nicht betragen.

Sobald eine S-Bahn aus dem Takt gerät, hat dies Auswirkungen auf den gesamten Fahrplan, weil sich dann auch die anderen Züge teilweise anstellen müssen. Durch den Citytunnel fährt alle fünf Minuten auf jedem Gleis einer der Talent-2-Züge. „Das ist sehr ehrgeizig“, gab auch Bönisch zu. Kundenzahlen für den Montagvormittag konnte der Bahnsprecher noch nicht nennen. Eine gesicherte Statistik lasse sich erst nach 100 Tagen vorlegen, so Bönisch.

Leipzig. Riesiger Andrang herrschte am symbolischen Eröffnungstag des Leipziger City-Tunnels: Rund 20.000 Menschen nutzten am Samstag die kostenlosen Pendelfahrten, teilte die Deutsche Bahn am Sonntag mit. Der reguläre S-Bahn-Verkehr im neuen Netz startete um 0.03 mit der Linie 4 nach Torgau. In den ersten zehn Stunden habe es bei 100 Fahrten drei kleinere technische Störungen gegeben.

Auch die Leipziger Verkehrsbetriebe (LVB) wollten sich noch nicht zu Auswirkungen auf die eigenen Linien äußern. LVB-Geschäftsführer Roland Juhr bezeichnete am Montag die Eröffnung des City-Tunnels als „Jahrhundertereignis.“ Wir gehen aber davon aus, dass es in naher Zukunft bei uns einen leichten Rückgang geben wird“, so Juhrs. Allerdings sei er auch der festen Überzeugung, dass der City-Tunnel mehr Menschen nach Leipzig bringen wird und somit auch der LVB einen Zugewinn beschere. „Die Reisenden werden auch weiter unser Angebot nutzen, denn wir sind ja an der Oberfläche präsent“, sagte Juhrs. In den City-Tunnel müsse man erst einmal hinabsteigen.

Zumindest am vergangenen Sonntag fanden die Leipziger den Weg in den Untergrund und drängten sich auf den Bahnsteigen der Tunnelröhren. Viele Menschen wollten sich die neuen Stationen anschauen und die Verbindungen ausprobieren. „Hinzu kam, dass viele Besucher des Weihnachtsmarktes die S-Bahn benutzt haben“, berichtete Bönisch. In den Waggons herrschte wenig Platz, über Lautsprecherdurchsagen forderte die Bahn ihre Reisenden auf, nicht im Eingangsbereich stehen zu bleiben, sondern auch in den Mittelteil der Wagen auszuweichen. Unterbeibe dies, entstehe Stau und der Zug könne nicht rechtzeitig losfahren. „Da muss sich erst noch Routine herausbilden“, meinte der Bahnsprecher.

Um Verstopfungen in den Tunnelröhren zu vermeiden, hat der Betreiber sogenannte Rückfallebenen eingerichtet. Mit anderen Worten: Haben bereits mehrere S-Bahnen Verspätung, enden sie bereits vor der Leipziger Unterführung und fahren an ihren Ausgangsort zurück. Bönisch nannte ein Beispiel: Der Zug von Halle nach Leipzig endete am Sonntag bereits in Schkeuditz. Die Reisenden mussten in eine nachfolgende S-Bahn umsteigen, der City-Tunnel wurde so entlastet.

Die Erfahrungen des ersten Tages sollen nun ausgewertet werden. Schon am kommenden Sonntag erwartet der Transportriese von der Schiene einen weiteren Großkampftag. Dann geht nicht nur der Weihnachtsmarkt in den Endspurt, sondern haben auch die Geschäfte in der Innenstadt geöffnet.

Matthias Roth

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