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Lokales Erster russischer Discounter „Mere“ öffnet am Dienstag in Leipzig
Leipzig Lokales Erster russischer Discounter „Mere“ öffnet am Dienstag in Leipzig
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18:17 29.01.2019
WIrd am Dienstag eröffnet: Der erste „Mere“-Markt im „Treff Portitz“ in Leipzig. Quelle: Frank Johannsen
Leipzig

Der russische Discounter Torgservis eröffnet am Dienstag in Leipzig seine erste Filiale in Deutschland. „Um 9 Uhr machen wir auf“, sagte am Montag ein Sprecher der deutschen Tochter TS-Markt auf LVZ-Anfrage. In dem ehemaligen Aldi-Markt im Einkaufszentrum „Treff Portitz“ ganz im Norden der Messestadt wurde am Montagabend noch bis spät eingeräumt.Vom unmittelbar bevorstehenden Eröffnungstermin am Dienstag stand dort nach wie vor nichts. Nur: „Wir eröffnen demnächst.“ Und die Öffnungszeiten: Montag bis Samstag 9 bis 19 Uhr.

In dem 930 Quadartmeter großen Laden will die Firma dann Lebensmittel zu Kampfpreisen anbieten; verkauft wird direkt von der Palette. Der Name der neuen Kette: „Mere“ (rumänisch für Apfel). Weitere 100 Läden in ganz Ostdeutschland sollen folgen. Der zweite Standort ist bereits gesetzt: Zwickau. Im Internet sucht die deutsche Torgservis-Tochter TS-Markt bereits nach einem Filialleiter für den Standort.

Ursprünglich sollte der Laden in Leipzig schon Mitte Dezember eröffnen. Den Termin hatte der Betreiber dann aber auf Ende Januar verschoben. Bis zu zehn Mitarbeiter soll der neue Laden in Leipzig-Portitz haben – zusätzlich zum Filialleiter, der seit Ende vergangenen Jahres an Bord ist. Ansonsten ist das Team aber offenbar noch nicht komplett: Per Aushang im Schaufenster werden nach wie vor Verkäufer gesucht.

Verkauf direkt von der Palette

Verkauft werden sollen vor allem Lebensmittel im unteren Preissegment. Das werde 70 Prozent des Sortiments ausmachen. Der Rest des Sortiments soll demnach auf Tierbedarf, Haushaltswaren, Drogerieartikel und Bekleidung entfallen.

Das Konzept ist radikal auf billig getrimmt: In der rumänischen Hauptstadt Bukarest, wo die Kette seit 2018 am Start ist, hatte „Mere“ zur Eröffnung die dortigen Discounter bei Kaffee, Salz, Milch, Wurst und Nudeln um 20 Prozent unterboten. Und auch in Deutschland verspricht der Betreiber TS-Markt „gute Waren für wenig Geld“ und „jeden Tag nur Tiefstpreise“.

100 Standorte in ganz Ostdeutschland geplant

Von Sachsen aus will Torgservis dann ganz Ostdeutschland aufmischen – und Aldi, Lidl & Co. angreifen. Mehr als 100 Standorte sollen es werden. Gesucht werden Läden in ganz Ostdeutschland – aber nur in Städten ab 80.000 Einwohnern. Neben Leipzig und Zwickau kämen in Sachsen damit nur noch Dresden und Chemnitz in Betracht, in Thüringen Erfurt, Gera und Jena, in Sachsen-Anhalt Halle, Magdeburg und Dessau.

Hinzu kämen in den anderen östlichen Bundesländern Potsdam, Cottbus, Rostock, Schwerin – und natürlich Berlin, wo die neugegründete TS-Markt GmbH ihre Zentrale hat. Danach sollen auch die alten Bundesländer folgen, hieß es bei der Firma.

In Russland ist Torgservis mit seinem radikalen Billig-Konzept längst erfolgreich: Die Läden sehen aus wie einst die ersten Discounter in den neuen Ländern kurz nach der Wende. Verkauft wird direkt von der Palette und aus dem Karton. Regale gibt es nicht. Im Sortiment sind fast nur billige Eigenmarken. Rund 600 Läden der Ketten „Svetofor“ (Ampel) und „Mayak“ (Leuchtturm) gibt es.

Von Frank Johannsen

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