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Lokales Erstes Postkartenmuseum zeigt Leipziger DDR-Ansichten im Internet
Leipzig Lokales Erstes Postkartenmuseum zeigt Leipziger DDR-Ansichten im Internet
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22:27 10.08.2011
DDR-Postkarte von Leipzig Quelle: Günther Hunger
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Leipzig

Mit 21.865 Karten aus über 2510 Orten der DDR von mehr als 623 Verlagen und Herausgebern ist es einmalig in seiner Art.

Es ist das erste DDR-Postkarten-Museum von Hobby-Historiker Jürgen Hartwig, gebürtiger Frankfurter, Jahrgang 1953. In 20 Jahren hat er rund 40.000 ausgewählte Exemplare zusammengetragen. Nach seiner ursprünglichen Idee, ein räumliches Postkarten-Museum zu errichten, hatte der Händler Peter Neef aus Sachsen den Vorschlag zu einer virtuellen Ausstellung im Internet gemacht. Im Oktober 2008 kam das Projekt langsam ins Rollen.

Nach Hartwigs Angaben wurden ab Januar 2009 bereits 22.000 Karten mit Bildern und Informationen in die Datenbank eingetragen. Egal, ob einer der 1432 Fotografennamen, Jahreszahlen oder Verlage von mehr als 2510 Orten der ehemaligen DDR – bislang mit den Anfangsbuchstaben A bis R: "Nach und nach werden rund weitere 10.000 Karten der Orte mit R bis Z ausgewählt, eingescannt und öffentlich gemacht“, verspricht Hartwig und fügt hinzu: „Diese bereits geschichtsträchtigen Ansichtskarten geben historische Einblicke in die topografische Landschaft der DDR, deren Städte und Gemeinden. Es sind Bilder aus dem realen Leben und der zum Teil nicht mehr existierenden Einrichtungen des Arbeiter- und Bauernstaates. Das Material gibt fotografisch-zeitdokumentarische Auskünfte über einen Staat, der seit mehr als 20 Jahren nicht mehr existiert."

Oft ist auch Leipzig mit seinen Stadtteilen auf den Mustern präsent. Allein in der Messestadt waren in den 40 Jahren DDR rund 60 Fotografen aktiv, in ihrem Großraum 38 Verlage tätig. Neben Ansichten der bekannten Sehenswürdigkeiten wie der Thomaskirche sind auch Aufnahmen der Stadtteile Grünau und Schönefeld verewigt.

Auch Musikfreunde kommen bei den Ansichtskarten-Sammlern vom DDR -Postkarten-Museum auf ihre Kosten: Derzeit liegen 60 „Tönende Postkarten“ vor – mit Motiven von Berlin, Potsdam, Erfurt, Pillnitz, der Wartburg bis zum Badestrand Sellin an der Ostsee. Aber auch der Sandmann vom DDR-Fernsehen mit dem Rundfunk-Kinderchor Leipzig ist vorhanden. Schlagersänger wie Helga Brauer, Hartmut Eichler oder Herbert Roth sind mit ihren alten DDR-Titeln vertreten. Ebenso der Thomanerchor Leipzig oder das Gewandhausorchester.

Das Museum kann im Internet unter www.ddr-postkarten-museum.de besucht werden. Um die Zeitdokumente zu erhalten, nehmen die Oschatzer Philokartisten DDR-Ansichtskarten entgegen. Die Kontaktdaten vermittelt die Lokalredaktion der Oschatzer Allgemeinen Zeitung.

Günther Hunger

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