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Lokales Erstmals freie Sicht auf Glasdach in den Höfen am Brühl - Innenausbau läuft auf Hochtouren
Leipzig Lokales Erstmals freie Sicht auf Glasdach in den Höfen am Brühl - Innenausbau läuft auf Hochtouren
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14:56 27.07.2012
Die Gerüste sind gefallen: Erstmals sind in den Höfen am Brühl in Leipzig freie Blicke auf das Glasdach des Einkaufszentrums möglich. Quelle: André Kempner
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Leipzig

Erstmals werden freie Blicke zum Glasdach möglich, das die Shopping-Mall in 28 Metern Höhe überspannt. „Die Gerüste für das Dach sind seit zwei Tagen abgebaut. Man kann jetzt die Dimensionen und die einzigartige Architektur des Gebäudes mit seinen Höfen und Passagen sehr gut erkennen“, sagte Centermanager Rainer Borst bei einem Baustellenrundgang am Freitag.

Rund 700 Bauleute arbeiten derzeit unter Hochdruck am Innenausbau des Einkaufszentrums. Bis Mitte August, wenn ein Großteil der 130 Ladenmieter seine Flächen übernommen hat, werden es mit den von ihnen beauftragten Handwerkern mehr als 1000 sein. „Der Countdown läuft. Es geht jetzt Schlag auf Schlag“, sagte Thorsten Müller, Sprecher des Investors Management für Immobilien AG (MfI) aus Essen. „Wir müssen mit geballter Power ran, um den Eröffnungsterm am 25. September zu schaffen. Und wir werden ihn schaffen“, zeigte sich Müller überzeugt.

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Blechbüchse wird in Kürze vollständig verkleidet

Während die ersten Mieter wie das Café Valentino im Erdgeschoss der Blechbüchse oder der Schuhanbieter Zumnorde bereits mit dem Ausbau ihrer Ladenflächen begonnen haben, wird einige Meter weiter gerade der Boden mit Naturstein-Platten verlegt. In Kürze sollen auch die letzten Metallelemente an der Außenfassade der Blechbüchse angebracht werden. Bislang fehlt noch die Verkleidung am oberen Teil des Gebäudes, weil dort das Gerüst für die Dachkonstruktion befestigt war. „In ein bis zwei Wochen wird es verschwunden sein, dann kommt auch der oberste Ring dran“, kündigte Borst an.

Im Einkaufszentrum selbst gestalten die einzelnen Mieter das Interieur ihrer Geschäfte in den nächsten Wochen nach individuellen Vorstellungen. Wichtig ist den Bauherren dabei aber ein kreatives Shop-Konzept, das sich deutlich von klassischen Einkaufszentren oder Geschäften in der Fußgängerzone unterscheidet. „Es soll fließende Übergänge geben, so dass die Kunden gar nicht merken, ob sie im Shop sind oder in der Mall“, erklärte Centermanager Borst.

Besondere Übergänge gibt es auch für Autofahrer: Beim Einfahren ins Parkhaus werden sie bereits einen Blick in die Mall werfen können. Verglaste Brücken, die quer durch das Einkaufszentrum führen, verbinden die Parkdecks im zweiten und dritten Obergeschoss.

Bis zu 70.000 Besucher täglich in der Eröffnungswoche erwartet

Die Außenfassade der Blechbüchse soll in Kürze auch im oberen Bereich vollständig verkleidet werden. Quelle: André Kempner

Bis Ende September soll auch der Richard-Wagner-Platz am Einkaufszentrum zu einem Teil fertig gestellt sein. Wo derzeit noch Radlader rollen und die Container der Baufirmen stehen, werden die Besucher dann freien Zugang zur Blechbüchse haben. An der Brühl-Seite entsteht zudem ein Café-Freisitz. Der vollständig sanierte Platz soll dann im Mai 2013 übergeben werden. Bis dahin finden auch die einst auf dem Sachsenplatz stehenden Pusteblumen-Skulpturen des Leipziger Bildhauers Harry Müller vor dem Center ihren neuen Platz.

Zur Eröffnung am 25. September, die auf einen Dienstag fällt, stellen sich die Betreiber der Höfe am Brühl auf einen Besucheransturm ein. Gerechnet wird mit bis zu 70.000 Besuchern in den ersten Tagen. Bereits am darauffolgenden Wochenende findet in Leipzig ein verkaufsoffner Sonntag statt, an dem vor allem Kunden aus dem Umland erwartet werden „Leipzig hat noch zu wenige Menschen aus der Region, die hierher zum Einkaufen fahren. Das werden wir ändern“, ist sich Borst sicher. Im Durchschnitt sollen künftig rund 30.000 Menschen pro Tag in den Höfen flanieren.

Robert Nößler

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