Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Lokales "Es hat hervorragend funktioniert"
Leipzig Lokales "Es hat hervorragend funktioniert"
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
16:50 19.05.2015
Beste Stimmung schon am Park+Ride-Platz in der Plovdiver Straße: die C-Jugend-Mannschaft vom SV Muldental Wilkau-Haßlau vor dem Ballack-Spiel. Quelle: André Kempner

"Es hat hervorragend funktioniert. Besser, als ich gedacht hatte", schwärmte gestern Winfried Lonzen, Chef des Stadionbetreibers ZSL.

Allerdings sei der "sensationelle Erfolg" vor allem auf die besondere Situation am Mittwoch in Leipzig zurückzuführen. "Die Medien trommelten auf allen Kanälen, dass wegen Hochwassergefahr unbedingt Park+Ride zu nutzen ist. Viele Leute kamen früher als sonst, denn das Thema Flut sagt jedem in unserer Region etwas. Folglich benahmen sich alle rücksichtsvoll und vernünftig."

In Ausnahmesituationen - wie auch schon zur Fußball-WM 2006 - werde Park+Ride gut angenommen, pflichtete Ordnungsbürgermeister Heiko Rosenthal (Linke) bei. Im Alltag, bei normalen Liga-Spielen, klappe das noch nicht so gut. "Ich hoffe, der Abend war eine Initialzündung. Tausende Bürger haben gesehen, dass sie zu Fuß oder mit der Straßenbahn besser zum Stadion gelangen als mit dem Auto." Mit dieser positiven Erfahrung wolle die Stadt nun zügig ihr bereits beschlossenes Konzept zum Ausbau der Park+Ride-Plätze umsetzen, dort beispielsweise Toiletten, bessere Wegweiser sowie eindeutige Erklärungsschilder installieren, mit welcher Straßenbahn es wie zum Stadion und später zurückgeht. Schließlich könnten die Leipziger Verkehrsbetriebe (LVB) nicht bei jeder Veranstaltung "einen riesigen logistischen Aufwand betreiben" und 120 zusätzliche Mitarbeiter einsetzen.

Bis zum Start der 3. Fußball-Liga im Juli sollen die Verbesserungen spürbar sein. "Auch prüft das Verkehrsamt in Auswertung des Ballack-Spiels, ob die Straßenbahnschleife Feuerbachstraße ertüchtigt werden kann. Das würde dort mehr Kapazität bringen", fuhr Rosenthal fort. Ein generelles Schließen der Auto-Parkplätze an Arena, Cottaweg und Festwiese sei aber aus Rechtsgründen unmöglich. "Der Veranstalter muss Stellflächen am Stadion nachweisen. Das gehört zur Genehmigungspflicht."

Wenn bald vielleicht 30 000 Zuschauer zu jedem RB-Heimspiel kommen, brauche es dringend einen Gäste-Parkplatz, sagte Lonzen. Nach dem Abpfiff müssten wichtige Ausfallstraßen durch Polizei oder geänderte Ampelphasen so gesteuert werden, dass eine zügige Abreise möglich ist. "Das Ballack-Spiel lief wunderbar, doch wir dürfen uns jetzt keinesfalls zurücklehnen."

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 07.06.2013

Rometsch Jens

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

[gallery:700-NR_LVZ_GALLERY_24756]Knapp zwei Wochen vor der Wahl von drei Bürgermeistern in der Ratsversammlung ist noch völlig offen, über welche Bewerber die Stadträte abstimmen sollen.

19.05.2015

[gallery:700-NR_LVZ_GALLERY_24758]Er ist Leipzigs heimliche Mona Lisa: der Riesenalk. Der präparierte Star aus dem Naturkundemuseum weiß aber nicht, wo er künftig zu Hause ist.

17.01.2017

Scharfe Kritik an Oberbürgermeister Burkhard Jung hat die Ratsfraktion von Bündnis90/Grüne am Donnerstag geübt. Jung hatte sich zuvor gegenüber der Leipziger Volkszeitung kritisch über Naturschutzvorschriften an Deichen geäußert.

06.06.2013
Anzeige