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"Es hat hervorragend funktioniert"

"Es hat hervorragend funktioniert"

Eine randvolle Red-Bull-Arena, viele gesperrte Parkplätze - und trotzdem blieb das sonst übliche Verkehrschaos beim Abschiedsspiel für Fußball-Ikone Michael Ballack aus.

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Beste Stimmung schon am Park+Ride-Platz in der Plovdiver Straße: die C-Jugend-Mannschaft vom SV Muldental Wilkau-Haßlau vor dem Ballack-Spiel.

Quelle: André Kempner

"Es hat hervorragend funktioniert. Besser, als ich gedacht hatte", schwärmte gestern Winfried Lonzen, Chef des Stadionbetreibers ZSL.

Allerdings sei der "sensationelle Erfolg" vor allem auf die besondere Situation am Mittwoch in Leipzig zurückzuführen. "Die Medien trommelten auf allen Kanälen, dass wegen Hochwassergefahr unbedingt Park+Ride zu nutzen ist. Viele Leute kamen früher als sonst, denn das Thema Flut sagt jedem in unserer Region etwas. Folglich benahmen sich alle rücksichtsvoll und vernünftig."

In Ausnahmesituationen - wie auch schon zur Fußball-WM 2006 - werde Park+Ride gut angenommen, pflichtete Ordnungsbürgermeister Heiko Rosenthal (Linke) bei. Im Alltag, bei normalen Liga-Spielen, klappe das noch nicht so gut. "Ich hoffe, der Abend war eine Initialzündung. Tausende Bürger haben gesehen, dass sie zu Fuß oder mit der Straßenbahn besser zum Stadion gelangen als mit dem Auto." Mit dieser positiven Erfahrung wolle die Stadt nun zügig ihr bereits beschlossenes Konzept zum Ausbau der Park+Ride-Plätze umsetzen, dort beispielsweise Toiletten, bessere Wegweiser sowie eindeutige Erklärungsschilder installieren, mit welcher Straßenbahn es wie zum Stadion und später zurückgeht. Schließlich könnten die Leipziger Verkehrsbetriebe (LVB) nicht bei jeder Veranstaltung "einen riesigen logistischen Aufwand betreiben" und 120 zusätzliche Mitarbeiter einsetzen.

Bis zum Start der 3. Fußball-Liga im Juli sollen die Verbesserungen spürbar sein. "Auch prüft das Verkehrsamt in Auswertung des Ballack-Spiels, ob die Straßenbahnschleife Feuerbachstraße ertüchtigt werden kann. Das würde dort mehr Kapazität bringen", fuhr Rosenthal fort. Ein generelles Schließen der Auto-Parkplätze an Arena, Cottaweg und Festwiese sei aber aus Rechtsgründen unmöglich. "Der Veranstalter muss Stellflächen am Stadion nachweisen. Das gehört zur Genehmigungspflicht."

Wenn bald vielleicht 30 000 Zuschauer zu jedem RB-Heimspiel kommen, brauche es dringend einen Gäste-Parkplatz, sagte Lonzen. Nach dem Abpfiff müssten wichtige Ausfallstraßen durch Polizei oder geänderte Ampelphasen so gesteuert werden, dass eine zügige Abreise möglich ist. "Das Ballack-Spiel lief wunderbar, doch wir dürfen uns jetzt keinesfalls zurücklehnen."

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 07.06.2013

Rometsch Jens

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