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Eskaliert der Farb-Streit von Plagwitz? Leipziger Ordnungsamt droht mit Strafzahlungen

Eskaliert der Farb-Streit von Plagwitz? Leipziger Ordnungsamt droht mit Strafzahlungen

Die bunten Steine des Anstoßes von Ute Richnow (48) und Andreas Dorn (50) könnten Konsequenzen nach sich ziehen. Wie berichtet, hatte das Künstlerpaar im März den Gehweg entlang der Schaufensterscheibe seines Ateliers "Kunsttanke" in der Merseburger Straße zwischen Plagwitz und Lindenau mit Acrylfarbe bemalt.

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Ute Richnow und Andreas Dorn.

Quelle: André Kempner

Leipzig. "Wir haben uns dafür einen Seitenstreifen an der Hausmauer von sympathischen 45 Zentimetern ausgewählt", schildert Richnow blumig. Schulkinder kamen damals vorbei und malten spontan mit. Inzwischen haben Richnow und ihr Kompagnon Dorn das Kunstwerk vollendet. Von den Anwohnern im Viertel gab es seither "ausschließlich positive Resonanz für unsere Aktion", hält die Künstlerin fest. Abgesehen von einem Nachbarn und der Stadtverwaltung.

Das Verkehrs- und Tiefbauamt hat der "Kunsttanke" jetzt ein Ultimatum gestellt: Bis zum 30. Mai habe "die Verunreinigung der Gehbahn mit Farbe" wieder zu verschwinden, heißt es in einem Schreiben der Behörde an die Künstler. Anderenfalls droht die Kommune mit einer Geldstrafe von bis zu 500 Euro und reitet dabei auf Paragraf 52 des Sächsischen Straßengesetzes. Demnach stelle die vorsätzliche Verunreinigung eine Ordnungswidrigkeit dar.

Richnow und Dorn hätten - so das Verkehrs- und Tiefbauamt weiter - nach telefonischer Aufforderung Mitte März nichts unternommen, um den Gehweg zu säubern. Vielmehr seien die Pflastersteine erneut eingefärbt worden, würde "somit eine bewusste weitere Verunreinigung" ins Auge des Betrachters stechen. Vorsorglich hat die Stadt das kreative Duo nun auch darüber aufgeklärt, dass etwaige Aufwendungen zur Beseitigung der Farbe - die laut Richnow und Dorn übrigens ungiftig ist - und Schadensersatzforderungen auf das Konto der "Kunsttanke" gehen sollen. Vorausgesetzt, die Atelier-Betreiber weigern sich weiter, ihre Mal-Aktion rückgängig zu machen - was beide in der Tat nicht beabsichtigen.

"Unter Verunreinigung verstehe ich etwas anderes", bekräftigt Ute Richnow. Der Gehweg sei jetzt bemalt und so solle es auch bleiben. "Für uns ist es völlig undenkbar, dass wir die Aktion rückgängig machen", fährt die Künstlerin fort und verweist dabei auf die Unterstützung durch die Stadtteilbewohner. Mehr noch: Die "Kunsttanke" ruft im Gegenzug zur Solidarität mit ihrer Aktion auf und hat eine Unterschriftenliste im Atelier ausgelegt sowie an die Infotafel des Plagwitzer Cafés "Süß und Salzig" gepinnt. Wem die bunten Pflastersteine gefallen, soll die Listen signieren. "Wir sind keine Spinner und denken uns etwas dabei, wenn wir solche Aktionen machen", sagt Richnow.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 02.05.2013

Kretz, Felix

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