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Lokales Ewiger Sommer und flexibles Klima in Gondwanaland: Leipziger Zoo spart Energie ein
Leipzig Lokales Ewiger Sommer und flexibles Klima in Gondwanaland: Leipziger Zoo spart Energie ein
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23:30 04.02.2015
Das Gondwanaland im Leipziger Zoo Quelle: dpa
Leipzig

Draußen eingemurmelte Leipziger - drinnen Vögel und Affen im stetig warmen Tropenhaus.

"Dynamisch auf die äußeren Wetterbedingungen zu reagieren und zugleich auf Energieeffizienz zu achten, ist anspruchsvoll", sagt Jens Hanrieder. Der Tierbestand in Gondwanaland ist auf ein konstant warmes Temperaturniveau angewiesen. Umso beeindruckender: Im vorigen Jahr wurde ein Viertel weniger Wärme, mehr als 17 Prozent weniger Strom und 16 Prozent weniger Wasser verbraucht. Zwar sei auch der milde Winter 2014 dafür mitverantwortlich. Trotzdem sieht sich Umweltreferent Hanrieder bestätigt, auf dem richtigen Weg zu sein.

Der Zoo tritt gerade der Umweltallianz Sachsen bei. Staatsminister Herbert Wolff vom Landesumweltministerium übergibt heute die entsprechende Urkunde. "Das ist natürlich eine Anerkennung unseres Engagements für die Umwelt", erklärt Hanrieder.

Die Umweltallianz ist eine freiwillige Vereinbarung zwischen sächsischer Regierung und Wirtschaft. Wer aufgenommen werden will, muss einen substanziellen Beitrag zum Umweltschutz liefern. Leipzigs Zoo schafft das durch sein 2013 eingeführtes Umweltmanagementsystem. Ein Hauptaugenmerk liegt auf der flexiblen Steuerung des Klimas im Gondwanaland. Temperatur, Feuchtigkeitsgrad und Luftbewegung. Alles muss aufeinander abgestimmt werden, vor allem auf das Bedürfnis der Tiere. Temperaturschwankungen können für manche Zoobewohner schnell lebensgefährlich sein.

Schon seit dem letzten Jahr ist der Zoo mit dem europäischen Umweltsiegel EMAS zertifiziert. Fortan veröffentlichen die Leipziger auch jedes Jahr eine Broschüre zur eigenen Umweltbilanz. Bis 2020 wird noch ein weiteres Ziel angestrebt: Der Zoo soll klimaneutral werden. Dafür wird dort seit diesem Jahr Ökostrom verwendet. Weitere Punkte sind Aufforstungsprojekte und eine Reduzierung des Energieverbrauchs.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 05.02.2015

Lucas Grothe

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