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Lokales Fabian macht Druck bei der Planung neuer Schulen in Leipzig
Leipzig Lokales Fabian macht Druck bei der Planung neuer Schulen in Leipzig
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18:13 22.10.2015
Thomas Fabian: „Schulen haben für mich oberste Priorität.“ Quelle: Foto: Andre Kempner
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Leipzig

Geburtenboom, Zuzüge, rappelvolle Unterrichtsräume – Leipzig steht mächtig unter Druck, neue Schulen zu bauen, zu sanieren oder zu reaktivieren. Mehr als ein Dutzend Projekte sind bereits im Bau oder zumindest angeschoben. Doch das reicht hinten und vorne nicht. Die Zeit drängt. „Um bauen zu können, müssen wir die Planungen für die Projekte beschleunigen. Schulbau hat für mich nach wie vor oberste Priorität“, sagt Schulbürgermeister Thomas Fabian (SPD). Bis eine neue Schule steht, wird ein Zeitraum von bis zu fünf Jahren veranschlagt, bei einer Sanierung sind es vier Jahre. Der Stadtrat soll nun auf der November-Tagung rund 7,13 Millionen Euro bewilligen, damit Planungen beginnen und bis spätestens September 2016 Fördermittel eingeworben werden können. Hinzu kommen 2,2 Millionen Euro für Grunderwerb. In der Eil-Vorlage von Fabian geht es um 17 Einzelprojekte:

Grundschulen: Geplant ist eine neue Grundschule Mitte/Südost, die vorzugsweise im Bereich Brüderstraße entstehen soll (Kosten: ca. 17 Millionen). Im Bereich Stötteritz/Thonberg ist ein weiterer Neubau nötig, trotz Erweiterung der 77. Grundschule (Kosten: ca. 17 Millionen Euro). Die Ernst-Pinkert-Grundschule wird erweitert, das Haus II umgebaut (ca. 3 Millionen). In Liebertwolkwitz wird der Schulhort vergrößert (3 Millionen Euro). Neu entstehen die Grundschule Gießerstraße (ca. 15 Millionen Euro) sowie ein Standort Gohlis-Nord/Möckern (ca. 15 Millionen Euro). Das Gebäude in Rückmarsdorf wird vergrößert (3 Millionen Euro), der Standort „An der Kotsche“ reaktiviert (11,4 Millionen Euro). Saniert wird das ehemalige Haus der Erich-Kästner-Grundschule, das bereits als Interimsgymnasium genutzt wird (bei laufendem Betrieb; ca. 5,4 Millionen Euro). Gesondert beschlossen wird der Neubau einer Grundschule in der Rolf-Axen-Straße samt Sporthalle als Ersatz für die Schule am Adler (ca. 16,6 Millionen Euro).

Oberschulen: Das Gebäude Diderotstraße – derzeit durchs Heisenberg-Gymnasium genutzt – wird für 5,4 Millionen Euro saniert und künftig wieder eine eigenständige Oberschule. Im Zentrum Süd/Südvorstadt ist ein großer Standort notwendig, vorzugsweise auf dem Gelände Bayerischer Bahnhof (ca. 17 Millionen Euro). Die Oberschule Mölkau wird erweitert (ca. 3 Millionen Euro). Nach Auszug der Georg-Schumann-Oberschule auf den französischen Campus an der Tarostraße wird das Gebäude Glockenstraße komplett neu hergerichtet (ca. 13 Millionen Euro).

Gymnasium: Neubau in Süd/Südvorstadt (ca. 25 Millionen Euro) vorzugsweise auf dem Areal Bayerischer Bahnhof. Planungen sind zudem für die Dreifeld-Sporthalle des Gymnasiums Schönefeld notwendig (ca. 4,5 Millionen Euro).

Förderschulen: Auf der Alten Messe entsteht das Kinderhaus Curiestraße samt Kita (ca. 6,1 Millionen Euro). Damit verbessern sich die Bedingungen für die Schule Thonberg.

Campus Grünau: Für Max-Klinger-Gymnasium, 94. Oberschule sowie Förderschule Grünau am Miltitzer Weg wird ein bauliches Entwicklungskonzept vorgelegt.

Um die Projekte zu forcieren, soll in der Sammelvorlage mit der Freigabe des Geldes gleich ein Planungsbeschluss erfolgen. Fabian: „Konkrete Baubeschlüsse legen wir dem Stadtrat selbstverständlich separat vor.“

Von Mathias Orbeck

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