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Lokales Fällt das Leipziger Weihnachtsgastspiel von Aeros in diesem Jahr aus?
Leipzig Lokales Fällt das Leipziger Weihnachtsgastspiel von Aeros in diesem Jahr aus?
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10:00 09.03.2016
Immer wieder gern in Leipzig: Artisten vom Zirkus Aeros. Quelle: Foto: Wolfgang Zeyen
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Leipzig


Dabei hatte die Kommune ihm am 12. Dezember 2011 eine „Option für die Jahre 2013 bis 2017“ erteilt. In dem Schreiben, das der LVZ vorliegt, begründete das Marktamt die Vereinbarung so: „Durch die Langfristigkeit haben Sie die Möglichkeit, den Weihnachtszirkus weiter zu entwickeln und zu einem Erlebnis zum Jahreswechsel zu gestalten.“

Bis 2015 hielt die Abmachung, dann überlegte es sich die Stadt anders. „Wir sind darüber nicht erfreut“, so Schmidt, „aber wir wollten das Gastspiel auch nicht auf juristischem Wege erzwingen. Aeros ist und bleibt ein Traditionsunternehmen aus Leipzig.“ Hier hatte der „Todesspringer“ Julius Jäger alias Cliff Aeros in den 1940er-Jahren seinen Zirkus aufgebaut. Des lieben Friedens willens ging Schmidt auf ein Alternativangebot des Marktamtes ein. Im Gegenzug dafür, dass Aeros auf Ansprüche und einen Rechtsstreit wegen des verweigerten Weihnachtsgastspiels verzichtet, bot die Stadt Ersatztermine für März 2017 und 2019 an. Gegenüber der LVZ wollte sich das Marktamt zu den Gründen nicht äußern. „Es gilt der Beschluss des Stadtrates vom 24. Februar 2016. Darüber hinaus können wegen laufender Vertragsverhandlungen zum jetzigen Zeitpunkt keine weiteren Angaben gemacht werden“, teilte die Behörde schmallippig mit. In der Ratsversammlung deutete Amtsleiter Walter Ebert bereits eine neue Weihnachtszirkus-Show an.

Wie berichtet, hatte der Stadtrat im Februar beschlossen, keine kommunalen Flächen mehr an Zirkusbetriebe zu vergeben, die Affen, Elefanten, Großbären, Nashörner, Flusspferde und Giraffen im Programm haben. Aeros, so Schmidt, sei von dieser Restriktion aber ohnehin nicht betroffen. „Beim Weihnachtszirkus hatten wir noch nie Wildtiere dabei“, erklärte er.

Ganz absagen will Aeros seinem Leipziger Weihnachtspublikum für dieses Jahr aber trotzdem noch nicht. Schmidt: „Wir sind in Verhandlungen über eine private Ausweichfläche.“

Von Klaus Staeubert

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