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Lokales Fahrradtiefgarage unter dem Leipziger Paulinum wird eröffnet – Ärger um bestehenden Stellplatz
Leipzig Lokales Fahrradtiefgarage unter dem Leipziger Paulinum wird eröffnet – Ärger um bestehenden Stellplatz
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17:03 10.08.2012
Die neue Fahrradgarage im Paulinum wird am 3. September eröffnet. Quelle: Isabel Scholz
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Leipzig

Sehr zum Ärgernis der Bürger. Die Uni Leipzig hat reagiert, bereits 2009 wurde eine Fahrradgarage im Tiefgeschoss unter der neuen Mensa am Park mit 596 Plätzen eröffnet. Der Haken: Sie wird nur spärlich genutzt. Die Auslastung beträgt lediglich 25 bis maximal 30 Prozent, weiß Alexander John vom Studentenrat.

Bereits im Vorfeld der Eröffnung gab es Diskussionen um die neue Fahrradgarage. Denn die Fertigstellung zog sich gut neun Monate länger hin als ursprünglich geplant. Der Grund: Die Technik war noch nicht soweit. Nun soll am 3. September eine weitere Garage mit rund 1100 Stellplätzen eröffnet werden, auf dem Campus Augustusplatz, unter dem noch im Bau befindlichen Paulinum, das erst Ende 2014 fertig gestellt sein soll.

"Beide Garagen dienen dazu, den Stellplatzbedarf der Universität zu decken", betont Baubetreuer Thomas Piesk vom Dezernat Planung und Bau. "Es handelt es sich daher nicht um öffentliche Parkmöglichkeiten, sondern die Nutzung ist grundsätzlich den Universitätsangehörigen vorbehalten."

Ausschlusskriterien überwiegen

Die bereits bestehende Fahrradgarage an der neuen Mensa am Park. Quelle: Regina Katzer

Obwohl die Auslastung der ersten Fahrradtiefgarage bisher weit hinter den Erwartungen bleibt, ist sich John sicher, dass bei der neuen genau das Gegenteil eintreffen wird. Denn die Ursachen für die Nichtbenutzung unter der Mensa am Park seien schnell begründet. „In der Garage können nur bestimmte Räder abgestellt werden“, erklärt John, der auch Vorsitzender der Leipziger Ortsgruppe des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC) ist. Für Hollandräder oder Drahtesel mit Korb sind die Halterungen zu klein. Überhaupt sei die Befestigung der Velos an den Halterungen beschwerlich.

Ein weiteres Ausschlusskriterium ist die fehlende Fahrrampe. Weil die Studenten ihre Räder lediglich über einen engen Zugang schieben können, seien Staus vorprogrammiert. Zudem sind die Wege zu den jeweiligen Hörsälen oder Fakultäten zu lang. „Da überlegt man sich eben zweimal, ehe man wirklich sein Rad für eine Vorlesung unten abstellt“, sagt John. Genauso sieht es die 24-jährige Doktorandin Anika. „Mein Campus ist woanders, deswegen parke ich zum Mittagessen vor der Mensa. Wenn ich den ganzen Tag hier wäre, würde ich die Garage nutzen."

Mängel in der neuen Tiefgarage behoben

Doch es gibt auch positive Stimmen. „Ich nutze die Fahrradgarage von Anfang an. Sie ist sicher. Angeblich gibt es auch eine Videoüberwachung, obwohl ich noch nie eine Kamera gesehen habe. Außerdem ist es trocken und draußen herrscht eine chaotische Parkplatzsituation. Meist sind keine Bügel frei“, sagt Juliane, 22-jährige Studentin für Lehramt der Fächer Mathe und Physik.

Bei der neuen Tiefgarage seien die Mängel nun behoben, erklärt Alexander John. Eine Fahrrampe führt an der Nordseite des Paulinums entlang, so dass die Radfahrer nun direkt vom Augustusplatz her einfahren können. Von dort führen direkte Wege und Aufzüge zu den Lehr- und Büroräumen im Neuen Augusteum beziehungsweise Paulinum. Alternativ kann die Außentreppe, neben der Rampe, genutzt werden, um zum Leibnizforum und zu den anderen Universitätsgebäuden auf dem Campus zu gelangen.

aku

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