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Lokales Falsches Pflaster am Münzplatz verlegt: Grobe Steine behindern Senioren und Blinde
Leipzig Lokales Falsches Pflaster am Münzplatz verlegt: Grobe Steine behindern Senioren und Blinde
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16:17 27.11.2014
Deutlich zu erkennen: Durch die grobe Oberfläche der Steine lässt sich das Pflaster nicht bündig verlegen: zentimeterbreite Fugen entstehen. Quelle: Dirk Knofe
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Leipzig

„Es handelt sich um Großpflaster in gebrochener – also rauer – Ausführung“, erklärte Alexander John vom Allgemeinen Deutschen Fahrradclub (ADFC) in Leipzig. In der Folge seien die Fugen zwischen den Steinen erheblich größer als bei der Verwendung glatter, geschnittener Steine. „Das stellt insbesondere Rollstuhl- und Rollatorfahrer aber auch Eltern mit Kinderwagen vor Probleme.“

Kerstin Schmitt, verantwortlich für das Themengebiet Gleichstellung beim Stura, ergänzt, dass auch Bürger mit Sehbeschwerden und Blinde die Straße am Münzplatz nicht mehr gefahrlos überqueren könnten. „Mit Blindenstöcken bleibt man zu leicht in den Fugen hängen.“

Auf der rauen Oberfläche des Pflasters würde sich zudem das Wasser sammeln. Im Winter gebe es dann nicht nur die Gefahr von Eisbildung, die Pflastersteine könnten auch durch Frostsprengung beschädigt werden. John gibt zu bedenken, dass die Einmündung in der jetzigen Ausführung etwa 40 Jahre Bestand haben werde, bis wieder saniert wird. „Doch eigentlich müsste jetzt neu gepflastert werden“, fordert der stellvertretende ADFC-Vorsitzende. „Noch gibt es eine Fördermittelbindung für die Bauarbeiten.“

Der Leiter des Leipziger Verkehrs- und Tiefbauamts, Michael Jana, weiß um das Problem. Eigentlich sei die Verwendung von glattem, geschnittenem Großpflaster in der Stadt vorgesehen, um die Barrierefreiheit zu gewährleisten. Dies sei auch bei den meisten Zufahrten entlang der Karl-Liebknecht-Straße so umgesetzt worden, lediglich im Straßenbereich des Münzplatzes als auch bei einer weiteren Einfahrt wurden die gebrochenen Steine verlegt. Auf den Gehwegen und auf dem Areal des Münzplatzes sei ein anderes Pflaster verbaut, so Jana weiter. Glattes Pflaster sei lediglich ein Komfortmerkmal, darüber rolle es sich besser.

„Wir haben im Vorfeld lang über die Art des Pflasters diskutiert“, erklärte Jana. „Die Entscheidung, dass geschnittene Pflastersteine verwendet werden sollen, kam für die Planungen jedoch zu spät.“ Ob an der Situation etwas geändert wird, dazu äußerte er sich nicht.

joka

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