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Lokales Falschparker am Cospudener See: Markkleeberger beklagen verbale Drohungen
Leipzig Lokales Falschparker am Cospudener See: Markkleeberger beklagen verbale Drohungen
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14:42 21.08.2012
Ein Falschparker erhält in der Lauerschen Straße in Markkleeberg einen Strafzettel. (Archivfoto) Quelle: André Kempner
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Leipzig

Wie Stefan Pietsch, Leiter des Markkleeberger Ordnungsamtes gegenüber LVZ-Online erklärte, trafen seine Mitarbeiter am Sonntag beim Versuch, das entstandene Chaos zu entwirren, auch auf erheblichen Widerstand bei den Verkehrssündern.

„Viele meiner Kollegen gingen dabei bis an ihre Grenzen und auch darüber hinaus. Es gab einige Kreislaufzusammenbrüche, auch bei den Security-Mitarbeitern“, sagte Pietsch und fügte an: „Die Seebesucher waren an diesem Tag sehr aggressiv aufgeladen, es gab viele verbale Wortgefechte, das ging sogar bis hin zu Morddrohungen.“ Hunderte Fahrzeuge blockierten stundenlang das Wohngebiet zwischen Mehringstraße, Lauersche Straße, Robert-Blum-Straße und August-Bebel-Straße auf der östlichen Seeseite. Nur Einige ließ das Ordnungsamt letztendlich dann auch abschleppen, um wenigstens die Rettungswege wieder zugänglich zu machen, so Pietsch.

Pietschs Leipziger Amtskollege Helmut Loris, zuständig für das Nordufer des Sees, verzeichnete in der gleichen Zeit dagegen kaum Probleme mit Falschparkern. „Es war alles weitgehend normal“, sagte Loris, der auch nichts von größeren Verkehrsbehinderungen wusste. Die zwischenzeitlichen Durchfahrtsprobleme der LVB-Busse waren seiner Ansicht nach deshalb eher nur auf Markleeberger Seite begründet. Hier verweist man postwendend darauf, dass die Kreisstadt am See auch deshalb von Falschparkern heimgesucht wird, weil der Parkplatz auf Leipziger Seite einfach zu weit vom Wasser entfernt angelegt wurde. „Wir müssen das praktisch für die Leipziger mit ausbaden“, sagte Stadtsprecher Daniel Kreusch.

Um ähnlichen Zuständen, wie am Sonntag, vorzubeugen, seien die Mitarbeiter des Ordnungsamts in Markkleeberg nun verstärkt im Einsatz. „Wir sind vor allem in den Abendstunden am See und verteilen dabei nicht nur Knöllchen, sondern wollen auch als Ansprechpartner vermitteln und die Nöte der Bewohner anhören“, sagte Stefan Pietsch. Grundsätzlich sieht der Ordnungsamtschef allerdings kaum Möglichkeiten, solche Extremzustände zu verhindern. „An diesen Tagen suchen alle Menschen das Wasser und da funktionieren übliche Parkkonzepte nicht mehr. Es gibt dann keine Fluktuation mehr am Strand, sondern alle bleiben von früh bis spät. Das lässt sich nicht ändern, da müssen wir einfach durch.“

Matthias Puppe

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