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Familiendrama in Leipzig-Gohlis: Mutter starb an Drogen-Mix aus Heroin und Kokain

Familiendrama in Leipzig-Gohlis: Mutter starb an Drogen-Mix aus Heroin und Kokain

Knapp fünf Wochen nach dem Fund der Leichen einer 26-jährigen Mutter und ihres zweijährigen Sohnes liegt jetzt ein abschließendes Gutachten der Rechtsmedizin vor.

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Das Wohnhaus der toten Mutter und ihres zweijährigen Sohnes in Leipzig.

Quelle: dpa

Leipzig. Demnach starb die seit ihrem 16. Lebensjahr rauschgiftabhängige Christin F. an einer so genannten Drogenmischintoxikation, teilte am Freitag Oberstaatsanwalt Ralf-Uwe Korth auf LVZ-Anfrage mit. Laut Obduktion wurde der jungen Frau ein Mix aus Heroin und Kokain - in der Szene als "Hot and cold" bekannt - zum Verhängnis.

Ihr kleiner Sohn lebte noch höchstens zwei, drei Tage länger. Das Kleinkind starb laut Gutachten an einer "hochgradigen Austrocknung durch fehlende Flüssigkeitszufuhr in Kombination mit fehlender Nahrungsaufnahme". Die Rechtsmediziner stellten bei dem kleinen Jungen eine so genannte Exsikkose fest.

Damit wird die Austrocknung durch Abnahme des Körperwassers als Folge einer Dehydratation bezeichnet. Sie geht einher mit erheblichem Gewichtsverlust. Betroffene weinen ohne Tränen. In seinen letzten Stunden war das Kind offenbar völlig apathisch, wahrscheinlich auch bewusstlos. Dies könnte eine Erklärung dafür sein, dass der Zweijährige sich nicht mehr selbst helfen konnte.

Die verwesten Leichen von Mutter und Kind waren in der Nacht zum 17. Juni in einer Parterrewohnung in der Möckernschen Straße entdeckt worden. Seit Jahren war die Problemfamilie in Betreuung von Jugendamt und Allgemeinem Sozialdienst (ASD), bis die Behörden den Kontakt im April plötzlich abbrachen. Angeblich liege keine Kindeswohlgefährdung vor, so die Begründung eines inzwischen suspendierten Sozialarbeiters.

Die Staatsanwaltschaft führt ein Ermittlungsverfahren gegen Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD), Jugendamtsleiter Siegfried Haller und die Chefin des Allgemeinen Sozialdienstes (ASD), Sybill Radig. Vorausgegangen war eine Strafanzeige der Großmutter von Christin F. wegen Totschlags durch Unterlassen. Anfang dieser Woche hatte die Behörde sämtliche Akten des Falles vom Leipziger Jugendamt sichergestellt (die LVZ berichtete). Seither prüfen die Ermittler alle zur Verfügung stehenden Dokumente und Unterlagen, die Mutter und Kind betreffen. Ein Ergebnis liegt noch nicht vor.

Frank Döring

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