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Familienschatz Speck von Sternburg erschlossen

Staatsarchiv Leipzig Familienschatz Speck von Sternburg erschlossen

Das Staatsarchiv Leipzig hat das Familienarchiv von Sternburg erschlossen. Dies für Historiker interessante Material ist nun im Lesesaal einsehbar. Eine Ausstellung wird vorbereitet.

Letzte Seite des Freiherrndiploms mit Familienwappen für Maximilian Ritter von Speck, ausgestellt von König Ludwig I. von Bayern am 23. Januar 1829.

Quelle: Sächsisches Staatsarchiv

Leipzig. 37 großformatige Kartons voller Akten, Dokumente, Tagebücher, Landkarten, Fotos, Druckschriften und vieles mehr, die es auf 5,5 Regalmeter im Archiv bringen – die hat Wolf-Dietrich Freiherr Speck von Sternburg im Oktober 2015 ans Staatsarchiv Leipzig übergeben. Allein fünf Kartons gehörten seinem Vorfahren Maximilian Speck von Sternburg, der am 15. Mai 1807 in Leipzig den „Eid der Bürger“ leistete und dessen Erbe noch heute mit dem „Speck’s Hof“ in der Reichsstraße lebendig ist.

Mittlerweile ist das Familienarchiv, von dem zu DDR-Zeiten ein Großteil der Dokumente auf dem Boden des Pfarrhauses in Lützschena aufbewahrt wurde, komplett erschlossen. Viele Einzeldokumente mussten auch restauriert werden.

Für alle Familienmitglieder lassen sich neben persönlichen Unterlagen auch die berufliche und gesellschaftliche Tätigkeit, soziales Engagement, Reisen und künstlerische Betätigung dokumentieren – eine gute Quelle für alle Historiker. Die Archivalien können im Lesesaal des Staatsarchives in der Schongauer Straße eingesehen werden. Informationen sind auch auf der Website des Archives recherchierbar. „Wer etwas erbt und übernimmt, hat Verpflichtungen. Deshalb soll das Archiv der Öffentlichkeit zugänglich sein“, hatte der als Kunstmäzen bekannte Adelsmann Wolf-Dietrich Freiherr Speck von Sternburg bei der Übergabe gesagt. Mit dabei sind auch seine Unterlagen, die jahrzehntelange Bemühungen um das Erbe in Lützschena zeigen – sie gehören zu einem besonderen Kapitel deutsch-deutscher Beziehungen.

Das Familienarchiv spiegelt mit mehr als 700 Akten, Urkunden und gedruckten Werken, fast 2500 Fotografien, 55 Karten und Plänen sowie Videos und weiteren digitalen Unterlagen die herausragende Stellung der Mitglieder der Familie Speck von Sternburg über drei Jahrhunderte wider. Ältestes Stück ist eine Urkunde aus St. Veit in Oberbayern aus dem Jahr 1481. „Wir bereiten eine Ausstellung zur Familie Speck von Sternburg vor, in deren Mittelpunkt die Unterlagen aus dem Familienarchiv stehen werden“, kündigt Birgit Richter an, die im Staatsarchiv Leipzig für Öffentlichkeitsarbeit zuständig ist. Gesammelt werden dort mehr als 200 Nachlässe von Familien und Einzelpersonen.

Geöffnet ist das Staatsarchiv, Schongauer Straße 1, montags und mittwochs von 8.30 bis 18 Uhr sowie dienstags und donnerstags von 8.30 bis 16 Uhr.

Von Mathias Orbeck

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