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„Fast wie in einer Traumwelt“: Berliner Sanierungspläne für Klinger-Schule in Lindenau

„Fast wie in einer Traumwelt“: Berliner Sanierungspläne für Klinger-Schule in Lindenau

Die Stadt Leipzig hat am Dienstag die Sanierungspläne für die frühere Max-Klinger-Schule in Lindenau vorgestellt. Demnach soll der erstmals 1929 eröffnete Gebäude-Komplex zwischen Karl-Heine-Straße und Palmengarten ab 2016 nach den Entwürfen des Berliner Büros M4 Architekten Ingenieure erneuert und erweitert werden.

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M4-Architekt Matthias Engemann mit einem Modell des künftigen Schul-Komplexes am Leipziger Palmengarten.

Quelle: André Kempner

Leipzig. Die Hauptstädter konnten sich beim Wettbewerb der Stadtverwaltung mit ihren Ideen klar gegen 22 andere Vorschläge durchsetzen, hieß es. Auf zwei dritten Plätzen landeten Büros aus Fulda und Dresden.

Die umfangreichen Bauarbeiten werden voraussichtlich 15,7 Millionen Euro kosten und sollen bis zum Schuljahr 2018/2019 abgeschlossen sein. Dabei werden die fünf bestehenden, denkmalgeschützten Gebäude saniert, eines der Häuser erweitert, die frühere Turnhalle zur Aula umgestaltet und eine neue Drei-Felder-Sporthalle errichtet, erklärte M4-Architekt Matthias Engemann die Ideen. Im geplanten fünfzügigen Gymnasium sollen später 1120 Schüler und 90 Lehrer Platz finden können.

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Leipzig. Die Stadt Leipzig hat am Dienstag die Sanierungspläne für die frühere Max-Klinger-Schule in Lindenau vorgestellt. Demnach soll der Komplex zwischen Karl-Heine-Straße und Palmengarten ab 2016 nach den Entwürfen des Berliner Büros M4 Architekten Ingenieure erneuert und erweitert werden. Die Hauptstädter konnten sich beim Wettbewerb klar gegen 22 andere Vorschläge durchsetzen.

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Leipzigs Baubürgermeisterin Dorothee Dubrau (parteilos), die zusammen mit Sozialbürgermeister Thomas Fabian (SPD) auch in der Fachjury Platz genommen hatte, lobte den Siegerentwurf in den höchsten Tönen. „Das Büro hat eine seine sehr sensible Hand, wenn Neues mit einem historischen Gebäude verbunden werden soll“, so Dubrau, die bereits vor Jahren in der Hauptstadt gute Erfahrungen mit den Architekten gemacht hat.

Sporthalle in Ziegelbauweise – Ausstellung im Neuen Rathaus

Laut Dubrau ist der Bildungsbau in Lindenau ohnehin einer der wichtigsten der Messestadt. „Die Schule ist gehört zu den wenigen in Leipzig, die zur Moderne gezählt werden können“, so die Baubürgermeisterin. Den Berliner Architekten sei es in ihren Entwürfen gelungen, die Architektursprache der Neuen Sachlichkeit mit dem Vokabular des 21. Jahrhunderts zu verbinden. Dabei werde die grundlegende Struktur der bestehenden Gebäude erhalten und nur hinsichtlich Brandschutz und fachspezifischer Anforderungen ergänzt. Beim Neubau der Sporthalle sollen Ziegel verwendet werden, um stilistische Widersprüche zu den anderen Gebäuden zu vermeiden.

Thomas Fabian freute sich, dass der zuletzt von der Universität als pädagogische Fakultät genutzte Gebäude-Komplex nun wieder zur Schule umfunktioniert wird. Das Gelände sei ideal gelegen, mit Öffentlichem Nahverkehr gut zu erreichen und aufgrund der Gebäudestruktur hervorragend für den Schulbetrieb geeignet. „Es ist trotz der Größe kein wuchtiger Bau. Und er bietet ideale Lernbedingen“, so Fabian am Dienstag.

Laut Architekt Engemann biete die zwischen 1927 und 1928 nach Plänen des Leipziger Stadtbaurats Hubert Ritter entworfene Klinger-Schule „natürliche Bedingungen in einem harmonisch-funktionalen Gefüge.“ Durch den Zugang von der Karl-Heine-Straße über eine kleine Brücke fühle man sich beim Betreten „fast wie in einer Traumwelt“. Von nördlicher Seite „greift der Park wie ein Schleier ins Gelände hinein“, so der Berliner Architekt begeistert.

Im weiteren Wettbewerbsverfahren müssen die Pläne von Engemann und Co. nun noch hinsichtlich Brandschutz und Barrierefreiheit geprüft werden, hieß es. Der Siegerentwurf und die beiden Drittplatzierten sind 14 Tage lang in der vierten Etage des Neuen Rathauses, im Ausstellungsbereich des Stadtplanungsamtes, für Interessierte einsehbar.

Matthias Puppe

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