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Lokales Ferienzeit in Sachsen – Tierheime in Leipzig und anderen Kommunen rüsten sich für Hochsaison
Leipzig Lokales Ferienzeit in Sachsen – Tierheime in Leipzig und anderen Kommunen rüsten sich für Hochsaison
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13:16 21.07.2012
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Wenn Herrchen und Frauchen in den Urlaub fahren, sind ihnen die Vierbeiner oft nur ein lästiges Anhängsel. Die Sommersaison bringt die Tierheime deshalb immer wieder an die Belastungsgrenze, wie eine Umfrage ergab. Die Besitzer sollten sich früher damit auseinandersetzen was es bedeutet, ein Tier zu kaufen, mahnen Heimbetreiber.

Für das Tierheim Leipzig ist die Ferienzeit zugleich Hochsaison: In den Sommermonaten steigt die Zahl der Fundtiere, die nicht wieder abgeholt werden, auf bis zu 60 Prozent - normalerweise sind es etwa 30 Prozent. „Selbst eine preiswerte Tierpension ist für viele noch zu teuer“, erklärte Leiter Michael Sperlich. Das Tier auszusetzen, sei für viele daher die einfachste Lösung. Mit Folgen: Die Heime müssen sich einiges einfallen lassen, um die Vierbeiner unterzubringen. „Denn wir sind eigentlich jetzt schon voll“, so Sperlich. Allein 125 Hunde seien derzeit in den Zwingern untergebracht.

Kommen in den nächsten Wochen noch mehr Tiere hinzu, finde ein kleiner Hund schon mal bei den Papageien oder in der Behindertentoilette vorübergehend Unterschlupf - bis ein Zwinger frei wird. „Wenn die Tiere zu uns gebracht werden, müssen wir ja eine Lösung finden“, so Sperlich. Zumal sich während der Urlaubszeit Hunde, Katzen und Co. nur schlecht vermitteln ließen.

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„Im Sommer kann es eng werden“, sagte der Leiter des Chemnitzer Tierheims, Jens von Lienen. Zumal derzeit 15 von 44 Zwingern renoviert werden. Das größte Problem seien die Hunde. Allein seit Anfang Juni hat das Heim bereits 45 aufgenommen - die meisten ausgesetzt. Viele hätten völlig falsche Vorstellungen von der Tierhaltung. „Sie sehen „Kommissar Rex“ im Fernsehen, holen sich einen Schäferhund und merken erst zu spät, dass viel Arbeit und Erziehung dahinter steckt“, so von Lienen.

Das Dresdner Tierheim platzt aus allen Nähten - vor allem, was die Unterbringung von Katzen angeht. Mit mehr als 130 Tieren sei die Kapazität bereits überschritten. „Es werden dringend neue Herrchen gesucht“, sagte eine Sprecherin. Das Heim verwies zudem darauf, dass Hund und Katze für Urlaubsreisen innerhalb der EU einen blauen Heimtierpass benötigen. Dafür bekommt das Tier einen Mikrochip und eine Impfung gegen Tollwut. Im Tierheim werde in der Sommerzeit keine vorübergehende Unterbringung von Vierbeinern angeboten. Man müsse sich auf die zahlreichen Fundtiere konzentrieren, hieß es.

Eine Möglichkeit, seinen Schützling während des Urlaubs versorgt zu wissen, sind private Tierpensionen. Im Tierservice Waldeck in Röhrsdorf (Landkreis Bautzen) etwa können sich 20 Hunde auf rund sieben Hektar austoben. „Wir gehen spazieren und toben, für die Tiere ist es wie im Ferienlager“, beschreibt Betreiberin Jana Waldek. Die Preise für einen Hund liegen zwischen 13 und 18 Euro pro Tag. Hier können auch Katzen, Kaninchen, Meerschweinchen oder Reptilien untergebracht werden, während Herrchen und Frauchen Urlaub machen.

Der Tierschutzbund weist zudem auf das bundesweite Projekt „Nimmst du mein Tier, nehm’ ich dein Tier“ hin. Bei der Aktion betreuen Tierbesitzer ihre Tiere einfach gegenseitig. Die örtlichen Tierschutzvereine helfen bei der Vermittlung.

Christiane Raatz, dpa

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