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Lokales Fernbusse aus Leipziger City verbannen: Dubrau erntet für Idee scharfen Gegenwind
Leipzig Lokales Fernbusse aus Leipziger City verbannen: Dubrau erntet für Idee scharfen Gegenwind
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15:15 16.01.2014
In der Leipziger Goethestraße reiht sich Fernbus an Fernbus. Die Alternative zum Reisen per Zug oder Auto wird immer beliebter. Quelle: Volkmar Heinz
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Leipzig

Sie favorisiert einen Haltepunkt am Stadtrand, etwa an der Neuen Messe. Dubrau: "Von dort ist man mit der Straßenbahn auch in einer Viertelstunde in der Stadt."

Hauptgrund für die angestrebte Verlegung sollen fehlende Stellplätze in der Goethestraße sein. Dort müssen sich Fernbusse die Flächen mit den Fahrzeugen für die Stadtrundfahrten teilen. Perspektivisch wird der Busbahnhof an der Ostseite des Hauptbahnhofs aufgegeben, weil die Bahn dieses Areal verkauft hat. Auf dem angepeilten Ausweichplatz an der Ostseite sei für die Fernbusse nicht ausreichend Platz vorhanden, hieß es.

Am Lesertelefon der Leipziger Volkszeitung gab es am Donnerstag nur ein Thema: den Dubrau-Vorstoß. Die Meinung war einhellig: Der Vorschlag sei lebensfremd.  Auch die Nutzer von LVZ-Online reagierten empört: „Was Frau Dubrau so von sich gibt, lässt mich doch stark an ihrer Eignung als Leipziger Politikerin zweifeln, um es mal moderat zu formulieren“, meinte etwa User „Weltverbesserer“. Eine Umfrage auf der Facebook-Seite von LVZ-Online ergab: Mehr als 90 Prozent der Teilnehmer wollen die Fernbusse in der City belassen.

Gegenwind bekommt Dubrau auch von politischer Seite. Als rechtlich unzulässig bezeichnete der stellvertretende Vorsitzende der FDP-Fraktion im Stadtrat, René Hobusch, die Idee. "Bürgermeisterin Dubrau ist offenbar immer noch nicht in Leipzig angekommen. Sonst wüsste sie, dass die Fahrt mit der Bimmel von der Messe zum Hauptbahnhof nicht nur eine Viertelstunde, sondern genau 22 Minuten dauert. Hinzu kommt der Weg zur Bimmel und das Warten auf die Bahn. Für diejenigen Fahrgäste, die vom Bus in den Regional- oder Nahverkehr umsteigen wollen, würden Fernbusse damit unattraktiv", meinte Hobusch.

Darüber hinaus sei ein Fernbusverbot in der Innenstadt rechtlich nicht durchsetzbar, denn öffentlicher Verkehrsraum dürfe von allen genutzt werden - auch, um Fahrgäste ein- und aussteigen zu lassen, so der Liberale.

mro/K.S.

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