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Lokales Festmeile am Campus in Connewitz – HTWK feiert öffentlich 25. Geburtstag
Leipzig Lokales Festmeile am Campus in Connewitz – HTWK feiert öffentlich 25. Geburtstag
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18:42 14.06.2017
Bühne frei zum 25. Geburtstag der HTWK Leipzig. Quelle: Dirk Knofe
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Leipzig

Bildungsbrunch, Science Slam, Shows, Band-Auftritte, Sport und Spiel. Die Gustav-Freytag-Straße am Campus in Connewitz hat sich am Mittwoch in eine Festmeile verwandelt. Aber nicht nur dort im öffentlichen Raum wurde mit viel Programm der 25. Geburtstag der Leipziger Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur (HTWK) gefeiert. Auch hinter die Kulissen von Lehre und Forschung konnten die Besucher bei Rundgängen durch Labore und Hörsäle schauen.

Der einstige Gründungsakt war weniger spektakulär und andernorts erfolgt. Am 15. Juli 1992 schlug die HTWK-Geburtsstunde bei einer Zeremonie in einem Pavillon auf dem Agra-Gelände. Besiegelt wurde damals quasi die Fusion der traditionell kurz Bahu genannten Technischen Hochschule mit den Fachschulen für Buchhändler, für wissenschaftliches Bibliothekswesen und dem Institut für Museologie. Daraus erwuchs – in einem durchaus konfliktgeladenen Transformationsprozess – unter der Ägide von Rektor Professor Klaus Steinbock ein leistungsfähiger akademischer Organismus mit einem breiten Ausbildungsspektrum. Ab 2003 setzten seine Amtsnachfolger den HTWK-Erfolgskurs fort – auch mit neuen Akzenten. Seit fast drei Jahren führt nun Professorin Gesine Grande die Geschäfte.

Am Mittwoch strahlten sie und Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD) mit der Sonne um die Wette, als die Party auf dem Campus gegen 14 Uhr schon richtig in Fahrt gekommen war und Janine Strahl-Oesterreich das Publikum auf die noch kommenden Höhepunkte einstimmte. „Um mit der Olsenbande zu sprechen, die HTWK und das Fest hier sind mächtig gewaltig“, meinte die MDR-Moderatorin und versah die Hochschule mit lobenden Attributen: wissenschaftlich top, weltoffen, familienfreundlich, sportlich.

Rektorin Grande: „Da ist ja fast alles gesagt.“ Dann holte sie aber doch etwas weiter aus, skizzierte das Werden und Wachsen der HTWK und verwies auf die bis weit ins 19. Jahrhundert zurückreichenden Traditionen der Vorgängereinrichtungen. Die Hochschule selbst habe sich seit ihrer Etablierung permanent weiterentwickelt, geblieben sei leider, dass sie kein eigenes Promotions- und Habilitationsrecht habe und aus staatlich verordneten Kapazitätsgrenzen längst nicht allen Bewerbern einen Studienplatz bieten könne. „Unser Weg ist heute viel mehr mit den Veränderungen in der Welt verknüpft.“ Wissenschaft im Elfenbeinturm sei an der HTWK nie praktiziert worden, sie arbeite in Lehre, Forschung und Transfer praxisnah und habe viele Kooperationspartner in der Wirtschaft und zahlreiche Partnerhochschulen im Ausland. „Wir machen Macher“, so Grande. Eine Steilvorlage für OBM Jung, der die starke Verwurzelung der HTWK in der Stadtgesellschaft ebenso hervorhob, wie ihren exzellenten Ruf als Ingenieurschmiede und ihren Beitrag zum Decken des regionalen Bedarfs an Fachkräften. „Und natürlich ist es ein Markenzeichen, dass Technik-, Natur- und Sozialwissenschaften hier unter einem Dach vereint sind und voneinander profitieren.“

Schlag elf Uhr war der bunte Geburtstagsreigen gestartet – mit spaßbetonten Präsentationen von Projekten. Chemiker warteten mit Experimenten und Gags auf, die sonst nur bei der Weihnachtsvorlesung geboten werden, anderes rankte sich um künstliche Intelligenz und Bionik, bei der die Natur als Vorbild für technische Innovationen dient. Später wurde ein Geburtstagbaum gepflanzt, bei einer Versteigerung kam einiges zugunsten eines studentischen Hilfsprojektes unter den Hammer, zwei Bühnen wurden bespielt. Die Kameramänner vom Floid-TV der HTWK ließen nichts ungefilmt – auch als ab 18 Uhr drei Bands für Stimmung sorgten: Stilbruch, Cube und Black Coffee.

Von Mario Beck

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