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Lokales Feuerwehr-Demo in Leipzig - gegen unbezahlte Überstunden und massiven Personalmangel
Leipzig Lokales Feuerwehr-Demo in Leipzig - gegen unbezahlte Überstunden und massiven Personalmangel
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23:59 14.07.2014
Sichtbar unzufrieden: Leipzigs Berufsfeuerwehrleute demonstrieren zum vierten Mal auf dem Innenstadtring. Quelle: André Kempner
Leipzig

"4. Demonstration der Leipziger Feuerwehrleute für Leipzigs Sicherheit" lautete das Motto. Einige Kameraden hatten ihre Kinder dabei, weil die Personalpolitik der Stadt aus ihrer Sicht eben auch ganze Familien trifft. Der seit Monaten schwelende Feuerwehrstreit ist trotz eines Angebots der Stadt noch längst nicht beigelegt.

Anfang Februar waren die Berufsfeuerwehrleute das erste Mal über den Innenstadtring gezogen, weitere Aufzüge folgten Mitte März und Mitte April. Der Grund des Protests: Noch immer arbeiten viele von ihnen rund 52 Stunden pro Woche, vier davon unbezahlt. Etwa ein Drittel der 360 Kameraden hatte in den vergangenen Monaten eine entsprechende Einverständniserklärung zurückgezogen, weil sie nicht mehr an die von der Stadt zugesicherten Neueinstellungen glauben. "Seit Anfang 2008 versicherte die Stadt, Personal einzustellen", moniert die Landesgruppe Sachsen der Deutschen Feuerwehr-Gewerkschaft. "Bis heute ist aber meist nur das Personal eingestellt worden, das die Berufsfeuerwehr verlassen hat. Eine Anhebung der Stellenanzahl in Größenordnungen gab es nicht."

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Vor etwa vier Wochen unterbreitete die Stadt einen Vorschlag: Ab 1. Januar 2016 soll demnach für alle Kollegen ein 24-Stunden-Dienst in der 48-Stunden-Woche gelten. Bis dahin bleiben 12-Stunden-Dienst und 24-Stunden-Dienst im Parallelbetrieb. Beispielsweise arbeiten drei Kameraden, die geklagt hatten, bereits seit Anfang Juni im 24-Stunden-Dienst in der 48-Stunden-Woche (die LVZ berichtete). Bei den Feuerwehrleuten im 24-Stunden-Dienst wird laut Stadt ab 1. Januar 2015 auf eine 50-Stunden-Woche korrigiert.

Allerdings sei es "absolut nicht so", dass damit alle Probleme innerhalb der Feuerwehr beseitigt sind und eine Einigung erzielt wurde, stellte die Gewerkschaft nun klar. Noch immer führe Personalmangel dazu, dass Löschfahrzeuge nicht besetzt werden könnten, massive Ausfallstunden anfielen und der Brandschutzbedarfsplan nicht eingehalten werde, da Fahrzeuge wegen Personalmangels außer Betrieb gehen müssen.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 15.07.2014

Frank Döring

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