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Lokales Filmemacherin widmet ihr nächstes Projekt dem Hotel Astoria in Leipzig
Leipzig Lokales Filmemacherin widmet ihr nächstes Projekt dem Hotel Astoria in Leipzig
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12:12 22.01.2018
Filmemacherin Alina Cyranek vorm Hotel Astoria in Leipzig. Quelle: Andre Kempner
Leipzig

Jetzt oder nie! Das Hotel Astoria mit seinen alten Mauern übt schon lange seine Anziehungskraft auf die in Leipzig lebende Filmemacherin Alina Cyranek aus. Die 38-Jährige hat das ehemalige Grandhotel zwar nie von innen erlebt. Aber sich oft vorgestellt, wie es drinnen zugegangen sein mag. Da die Sanierung nun tatsächlich in greifbare Nähe rückt, will Alina keine Zeit mehr verlieren: Ihr nächstes großes Projekt widmet sie dem Astoria.

„Mein Traum wäre ein Dokumentarfilm, der das Treiben und die Stimmung Mitte der achtziger Jahre in diesem Haus wiederbelebt, vielleicht erzählt anhand einer Silvesternacht.“ Auch eine Ausstellung oder ein Buch könnte sie sich vorstellen. Idealerweise sollte der Film zur Wiedereröffnung fertig sein, die frühestens für 2020 vorgesehen ist. Die gebürtige Polin befasst sich seit einem Jahr mit dem Projekt. Sie hat schon 3000 Seiten Akten angeschaut, die zum Hotel im Stasi-Archiv liegen, und einige Gespräche geführt. Die Mitteldeutsche Medienförderung hat ihr bereits Fördermittel bewilligt. Den Film will sie zusammen mit Animationskünstler Falk Schuster aus Halle produzieren, der anhand von alten Fotos die Räume in 3D am Computer rekonstruieren kann. Am liebsten würde Alina Cyranek auch direkt in dem leerstehenden Gebäude drehen, das einen hohen emotionalen Wert für die Leipziger hat.

Das war früher der Haupteingang vom Hotel Astoria in Leipzig. Quelle: Andre Kempner

Für ihren Film sucht sie Fotos und Erinnerungsstücke aller Art, Anekdoten, Begegnungen, Eindrücke. Die Schließung des Hotels liegt 21 Jahre zurück – das ist zwar eine lange Zeit, aber keine Ewigkeit. „Ich bin sicher, dass es in privaten Archiven noch viele Erinnerungsstücke gibt, die sonst niemand zu sehen bekommt.“ Seien es Dienstuniformen früherer Mitarbeiter oder Fotos und andere Dokumente von Familien, die Jugendweihe, Hochzeit oder Goldene Hochzeit im Astoria gefeiert haben. „Ich freue mich darauf, in vergangene Zeiten einzutauchen“, so die Filmemacherin.

Wer helfen kann, erreicht Alina Cyranek telefonisch unter 0171 3460049 oder per E-Mail unter hello@alinacyranek.com.

Von Kerstin Decker

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