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Lokales Finale auf der Großbaustelle: Lützner Straße im Leipziger Westen wird wieder freigegeben
Leipzig Lokales Finale auf der Großbaustelle: Lützner Straße im Leipziger Westen wird wieder freigegeben
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22:51 24.11.2014
Die Lützner Straße im Leipziger Westen wird am Dienstag (25.11.2014) nach dreieinhalb Jahren Bauzeit wieder komplett für den Verkehr freigegeben. Quelle: Dirk Knofe
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Leipzig

Vor allem für Autofahrer aus und in Richtung Grünau dürfte dies eine deutlich Entspannung bedeuten. Für die Anwohner in Neulindenau zeigt sich mit dem Verschwinden von Baugerät und Absperrung der aufgewertete Straßenraum rings um die Magistrale.

Mehr als 44 Millionen Euro wurden seit 2011 auf den gut 1,9 Kilometern zwischen Odermannstraße und Saarländer Straße verbaut. „Aktuell müssen auf fünf Quadratmetern noch Mosaikpflastersteine verlegt werden. Bis zur Eröffnung wird auch das abgeschlossen sein“, sagte Christoph Bock, zuständiger Abteilungsleiter im Verkehrs- und Tiefbauamt (VTA), am Montag. Danach werde zwar noch auf der Einfriedung zum Lindenauer Bushof weitergearbeitet. „Aber das dürfte die Verkehrsteilnehmer nicht weiter belasten“, so Bock weiter.

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Großbaustelle in drei Abschnitten

Das gemeinsame Großprojekt von Kommune, Leipziger Verkehrsbetrieben (LVB) und Kommunalen Wasserwerken (KWL) hielt Anwohner, Autofahrer und Nutzer des Öffentlichen Nahverkehrs in Leipzig spätestens seit Mai 2011 in Atem. Zu diesem Zeitpunkt begannen die Arbeiten zwischen Odermann- und Henriettenstraße, dem ersten von insgesamt drei Bauabschnitten. Der Asphalt wurde aufgerissen, Gleise der Bahnlinie abgetragen und verlegt, die Haltestelle neu eingerichtet, Abwasserrohre saniert und der komplette Verkehrsraum aufgewertet. Bis November 2012 dauerte die Vollsperrung an dieser Stelle, die vor allem Autofahrer auf dem Weg von und in Richtung Merseburger Straße sowie Autobahn tangierte.

Parallel zum ersten Abschnitt wurde weiter westlich zwischen Saarländer und Plautstraße die bestehende Überführung über den Karl-Heine-Kanal saniert, musste zwischenzeitlich eine Behelfsbrücke entstehen, um den Straßenbahnverkehr in Richtung Leipzig-Grünau gewährleisten zu können. Bis September 2012 waren diese Arbeiten abgeschlossen.

Neue Qualität der Stadtgestaltung

Es folgte eine Baustellenpause bis Mitte 2013, ehe auch auf dem dritten und letzten Abschnitt zwischen der Henrietten- und dem Knoten Plautstraße Bagger anrückten, um die Sanierung von Straßenbelag, Schienen, Haltestellen, Wasser-Rohren, Geh- und Radwegen in Gang zu bringen. Auch neue Parkstellflächen wurden angelegt sowie etwa 100 Bäume gepflanzt. Die Kreuzung Henrietten-/Saalfelder Straße erhielt eine neue Ampel sowie eine neue Straßenbeleuchtung.

 „Mit Blick auf die Veränderung kann man von einer großen Bedeutung der Baustelle sprechen“, sagte Bock. Nach dem Ende der Arbeiten zeige sich die Qualität der Stadtgestaltung auf dieser wichtigen Verbindung nach Grünau, so der Tiefbauexperte weiter.

Die sanierte Lützner Straße: Blick in Richtung Westen. Quelle: Dirk Knofe

Zahlreiche Schwierigkeiten habe es zu meistern gegeben. „Einfach war das wirklich nicht“, so der zuständige VTA-Abteilungsleiter. So mussten die Arbeiten der drei beteiligten Bauherren koordiniert und Anwohner informiert werden. Auch nicht jede unterirdische, zum Teil mehr als 100 Jahre alte Leitung, sei genau an prognostizierter Stelle vorgefunden worden. Trotzdem konnte die beim Start im Mai 2011 eingeplante Komplettbauzeit eingehalten werden.

Die Erfahrungen beim Ausbau der Westmagistrale sollen deshalb auch künftig auf die Straßenbaustellen in Leipzig wirken. „Der Prozess ist wichtig“, sagte Bock. Bei der Zusammenarbeit von KWL, LVB und Kommune auf der Karl-Liebknecht-Straße konnten die Erfahrungen schon angewandt werden. „Auf der Baustelle in der Könneritzstraße wird das im kommenden Jahr noch verfeinert werden."

Matthias Puppe

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