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Lokales Finanzspritze für MuKo und Plagwitz: Leipzig bekommt 1,9 Millionen-Euro-Förderung
Leipzig Lokales Finanzspritze für MuKo und Plagwitz: Leipzig bekommt 1,9 Millionen-Euro-Förderung
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12:07 12.05.2014
Haus Dreilinden in Leipzig-Lindenau. Quelle: André Kempner
Leipzig

Weitere rund 400.000 Euro bekommt die Stadt für die Entwicklung des Projekts Bahnhof Plagwitz. Am Montag übergab Sachsens Innenminister Markus Ulbig (CDU) den Zuwendungsbescheid.

Insgesamt werden die EFRE-Mittel für die beiden Projekte der Messestadt um rund 1,94 Millionen Euro aufgestockt. Für das Stadtgebiet Lindenau-Plagwitz konnte Leipzig bisher rund 5,65 Millionen Euro aus dem europäischen Topf schöpfen, so das Innenministerium. 300.000 Euro fließen aktuell außerdem aus dem Förderprogramm Stadtumbau Ost.

Auf dem Gelände des ehemaligen Industriebrache in Plagwitz wurde im November 2013 bereits der erste Teil des "Bürgerbahnhofs" eröffnet. Das Gelände, für das sich viele ehrenamtliche Helfer engagieren, soll in seiner Gestaltung auch weiter den Charme des im 19. Jahrhunderts größten Güterbahnhofs Europas transportieren. Aus der Industriebrache soll ein Areal mit Aufenthaltsqualität entstehen. Neue Fuß- und Radwege werden das Gelände besser mit Kleinzschocher und Grünau verbinden.

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Künstler der MuKo ziehen endlich aus dem Keller

Für die Musikalische Komödie ist das Geld notwendig für die Standortsicherung. Mit der Summe kann ein derzeit leer stehendes Nachbargebäude in der Dreilindenstraße 24 saniert werden. Bis Ende 2015 sollen dort die Künstlergarderoben einziehen. Noch logieren die Darsteller im Keller des Haus Dreilinden. Dazu soll im Dachboden ein neuer Probenraum entstehen. Betriebsleiter Torsten Rose verspricht sich davon „eine gravierende Verbesserung der bis dato schwierigen Arbeitsbedingungen“.

Innenminister Ulbig hofft durch die Finanzspritze auf die Stärkung „eines der wichtigsten deutschen Operettenhäuser“, das gleichzeitig eine tragende Säule der Leipziger Kulturlandschaft sei. Baubürgermeisterin Dorothee Dubrau (parteilos) betonte, dass damit auch die Aufwertung des Quartiers Lindenau vorangetrieben werde.

Insgesamt wird der Ausbau der Musikalischen Komödie 2,1 Millionen Euro kosten. Baustart ist im Juli, teilte die Stadt mit.

Rückblick 100 Jahre MuKo 2012:

Wegen Finanzknappheit wird in Leipzig seit Jahren Zukunft und Struktur der Kultur-Eigenbetriebe diskutiert. Nach einem von der Stadt angeforderten Gutachten der Münchner Agentur „Actori“ wurde auch immer wieder über die Schließung des MuKo-Standorts Lindenau diskutiert. Während Grüne und FDP das aus Kostengründen befürworteten, lehnten die Linken, CDU und SPD ab, den Standort aufzugeben.

Evelyn ter Vehn

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