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Lokales Finanzspritze in Höhe von 1,1 Millionen Euro für Mobilitätsstationen
Leipzig Lokales Finanzspritze in Höhe von 1,1 Millionen Euro für Mobilitätsstationen
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01:00 06.11.2013
Auch die Modernisierung der LVB-Haltestelle Hildebrandstraße wird vom Freistaat mit rund 1,6 Millionen Euro gefördert. Zum Projekt gehört unter anderem der Neubau der Gleisanlagen und Fahrleitungen in der Bornaischen Straße zwischen Eckstein- und Hildebrandstraße. Quelle: Wolfgang Zeyen
Leipzig

Die Stationen sollen die individuelle Kombination von umweltfreundlichen Verkehrsmitteln deutlich leichter machen. Wer mit Straßenbahn oder Bus unterwegs ist, werde künftig direkt an deren Haltestellen in Carsharing-Autos oder Mietfahrräder umsteigen können, heißt es. Leipzigs Stadtplaner erhoffen sich von diesen Angeboten einen Anreiz mehr, auf das eigene Auto zu verzichten und dadurch die Parkplatzsituation in vielen innerstädtischen Wohnquartieren zu entschärfen.

Zum Projekt gehört auch eine elektronische Plattform, die die Kombination der umweltfreundlichen Verkehrsträger denkbar einfach machen soll. Ziel ist, dass Nutzer über Info-Säulen und mit Hilfe ihrer Smartphones direkt vor Ort ein Carsharing-Auto oder ein Nextbike-Fahrrad mieten können. Die Fördermittel des Freistaates sollen deshalb nicht nur für den Bau der Mobilitätspunkte genutzt werden, sondern vor allem auch für die erforderliche IT-Lösung, also für die Beschaffung der benötigten Geräte und Software.

Wie berichtet, sollten die ersten drei Stationen ursprünglich schon bis Juli am Straßenbahnhof Angerbrücke, an der Ecke Markgrafen-/Schillerstraße sowie an der Stieglitz-/Könneritzstraße entstehen. "Dazu ist es noch nicht gekommen, weil wir auf die Fördermittel gewartet haben", sagte gestern LVB-Sprecher Christoph Hansel. Der neue Zeitplan sehe vor, bis Mitte 2014 möglichst alle 25 Stationen zu errichten und bis Ende 2014 die Mobilitätsplattform - also die benötigte IT-Lösung - nutzbar zu haben. "Wir wollen erreichen, dass zukünftig nur ein Ticket für mehrere Verkehrsarten genutzt werden kann", so Hansel. Ziel sei, künftig als neue Produkte Wegeketten aus einer Hand anzubieten. Derzeit seien die LVB mit dem Rathaus dabei, die 25 Standorte abzustimmen. "Sie werden über das gesamte Stadtgebiete verteilt sein."

Die grüne Stadtratsfraktion begrüßte gestern die Entwicklung. "Es ist schön, dass der Freistaat jetzt doch bereit ist, solche Mobilitätsstationen im öffentlichen Raum zu fördern", sagte deren verkehrspolitischer Sprecher Stadtrat Roland Quester. "Es ist auch wichtig, dass diese Stationen im Stadtbild sichtbarer werden. Das wird noch mehr Leipziger dazu bewegen, die Nutzung von solchen Angeboten zu prüfen." Gut sei auch, dass der Freistaat die Nutzung der Fördermittel bis Ende 2014 vorgeschrieben hat. "Das wird den Aufbau der Mobilitätsstationen beschleunigen."

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 06.11.2013

Andreas Tappert

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