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Lokales Firma in Großzschocher hält Tradition der Galvanisierung hoch
Leipzig Lokales Firma in Großzschocher hält Tradition der Galvanisierung hoch
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10:00 02.12.2017
Bei der Galvanisierung wird ein Werkstück mit Hilfe eines Elektrolyse-Bades mit einem Metall überzogen. Bei TZO übernehmen das solche Galvanisierautomaten. Quelle: Foto: mbader.com
Leipzig

In Leipzig stand die Wiege der deutschen Galvanotechnik – darauf wurde auch gestern Abend in Großzschocher wieder hingewiesen. Am Dösener Weg 9–11 hatte der Chemiker Georg Langbein 1881 die erste Fabrik für Galvanoplastik und Metallindustrie gegründet. Er entwickelte Kupfer-, Bronze-, Messing- und Nickel-Elektrolyte sowie Lösungen zum Färben von Metallen. 1907 stieg das mittlerweile in Sellerhausen neu erbaute Werk – durch den Zusammenschluss mit dem Konkurrenten Wilhelm Pfanhauser aus Wien – zum Branchenprimus auf. Vom Teelöffel bis zum Kühlergrill – noch zu DDR-Zeiten war das Beschichten von Werkstücken einer der großen Industriezweige in Leipzig. Davon kann man sich an der Torgauer Straße 76 – im einzigen deutschen Museum für Galvanotechnik – überzeugen. Einer der wenigen hiesigen Betriebe, die nach der Wende den Sprung in die Marktwirtschaft dauerhaft geschafft haben, feierte am Freitagabend in der Hornstraße 5 sein 25-jähriges Bestehen: nämlich die Technologie-Zentrum für Oberflächentechnik und Umweltschutz Leipzig GmbH, vielen Einwohnern besser unter der Abkürzung TZO bekannt.

Die Firmengeschichte begann eigentlich schon 1972 – als Forschungsabteilung im Kombinat LEW Hennigsdorf, erläuterte TZO-Sprecherin Marion Regal. „1992 erfolgte die Privatisierung mit zunächst 19 Mitarbeitern, aktuell sind es 108“, sagte sie. Offenbar fand das Unternehmen mit Thomas und Franz Krümmling sowie Gerhard Au die richtigen Gesellschafter. 1994 wurden das heutige Firmengelände nahe der Dieskaustraße erworben und die Entwicklung zum technologieorientierten Industriedienstleister eingeleitet.

Rund 13 Millionen Euro wurden seitdem investiert. 2007 und 2014 nahm das umweltzertifizierte TZO moderne Galvanisierautomaten für Aluminium und Buntmetalle in Betrieb – eine Domäne der Leipziger, die viel für Automobilzulieferer arbeiten, auch Pulverbeschichtungen für Elektromotoren vornehmen. Ein wichtiges Standbein blieb stets das Prüflabor für Umwelterprobung und Werkstoffprüfung. Wirtschaftsbürgermeister Uwe Albrecht (CDU) dankte bei der kleinen Feier auch für das Engagement in der Aus- und Weiterbildung. Bereits 42 Lehrlinge hätten bei TZO den Beruf des Oberflächenbeschichters erlernt. Durch die Bank alle seien im Anschluss eingestellt worden.

Von Jens Rometsch

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