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Lokales Fischsterben in Leipzigs Teichen – Angler haben schon eine Tonne toter Tiere beseitigt
Leipzig Lokales Fischsterben in Leipzigs Teichen – Angler haben schon eine Tonne toter Tiere beseitigt
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12:43 22.03.2010
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Am Teich war es allerdings mit der Erholung vorbei. „Ein starker unangenehmer Geruch  stieg uns in die Nase“, berichtet Christine Walther. Wenige Schritte weiter sah sie die Ursache. Im milchiggrauen Wasser lagen kiloweise tote Fische. „Der Teich bietet einen abscheulichen Anblick“, so die Familie.

Das weiß auch Angela Zabojnik. „Dieses Jahr ist es schlimm“, berichtet die Abteilungsleiterin für Wasserwirtschaft beim städtischen Amt für Stadtgrün und Gewässer. Durch den strengen Winter mit der langen Frostperiode und der geschlossenen Schneedecke seien besonders viele Fische verendet. Der Anglerverband als Pächter vieler der 130 Teiche in Leipzig habe schon rund eine Tonne tote Tiere eingesammelt.

Leipzig. Eigentlich wollte Familie Walther beim Sonntagsspaziergang im Johannapark entspannen. Am Teich war es allerdings mit der Erholung vorbei. Im milchiggrauen Wasser lagen kiloweise tote Fische. „Dieses Jahr ist es schlimm“, bestätigt Angela Zabojnik vom städtischen Amt für Stadtgrün und Gewässer. Man habe schon rund eine Tonne tote Tiere eingesammelt.
„Wir waren auch schon im Johannapark“, erklärt Friedrich Richter, Geschäftsführer des Anglerverbandes. Es tauchten aber immer neue Körper an der Wasseroberfläche auf. Das hänge mit der allmählichen Erwärmung der Teiche zusammen. Die Fische seien an Sauerstoffmangel unter der winterlichen Eisdecke verendet, so Richter. Durch die Schneedecke hätten zudem die Wasserpflanzen kein Licht mehr bekommen, seien abgestorben und konnten so den Sauerstoffhaushalt nicht mehr regulieren. „Außerdem haben sich Schwefelwasserstoffe gebildet und die Fische vergiftet“, sagt der Anglerxperte.

Richter und seine Leute wollen die Tierkörper, die auch in anderen Grünanlagen wie dem Brettschneiderpark, dem Rosental oder dem Stünzer Park aufgetaucht seien, bis Ende der Woche weggeräumt haben. Sie werden in Tonnen zwischengelagert und dann in einer Tierkörperbeseitigungsanlage entsorgt. Während sich die Leipziger Wasserflora von allein erholen muss, wollen die Angler den dezimierten Fischbestand mit Jungtieren wieder ausgleichen.

Die Stadt arbeitet nun an einem Konzept für den nächsten Winter. Viele Parkteiche besäßen keinen Zu- und Abfluss und seien so vom Sauerstofftransport abgeschnitten, erklärt Zabojnik. Viel Spielraum habe ihre Behörde allerdings nicht. Der städtische Haushalt sehe für die Pflege der 130 Teiche gerade 100.000 Euro vor.

mro

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