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Lokales Fitnesskur für Leipziger City-Tunnel: Bahn baut drei neue Stationen und klemmt Strecke ab
Leipzig Lokales Fitnesskur für Leipziger City-Tunnel: Bahn baut drei neue Stationen und klemmt Strecke ab
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16:28 28.02.2012
In Markkleeberg Nord entsteht eine neue S-Bahn-Station. Quelle: André Kempner
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Leipzig

Außerdem baut das Unternehmen drei Haltepunkte für die S-Bahn neu, vier weitere Station werden umgestaltet.

Bis alles fertiggestellt ist, müssen sich die Reisenden aber noch in Geduld üben und massive Einschränkungen hinnehmen. Die Züge von Gaschwitz zum Leipziger Hauptbahnhof werden vom 26. November an für gut zwölf Monate umgeleitet. Sie fahren dann über die Markkleeberger Waldbahnstrecke, Plagwitz, Leutzsch und Gohlis weiter in die Leipziger Innenstadt. „Wo die Züge auf der Umleitung genau halten werden, ist aber noch nicht klar“, berichtete Bahnsprecherin Änne Kliem. Das Fahrplankonzept stehe noch nicht fest. 

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Leipzig. Die Deutsche Bahn macht die Strecke zwischen Engelsdorf und Gaschwitz fit für den Leipziger City-Tunnel. Bis Ende kommenden Jahres werden auf der Trasse 25 Kilometer Gleis und 21 Weichen ausgetauscht. Im November wird die Trasse für gut zwölf Monate vom Netz abgeklemmt. Außerdem baut das Unternehmen drei Haltepunkte für die S-Bahn neu, vier weitere Station werden umgestaltet.

Die Route über Stötteritz wird dann aus dem Netz genommen und erst nach der Eröffnung des City-Tunnels im Dezember 2013 wieder bedient. In der Zwischenzeit verändern die Stationen an dieser Trasse komplett ihr Gesicht.

Bahnhofsdach wird eingelagert

In Stötteritz entsteht neben den derzeit bereits vorhandenen Gleisen die Schienenführung für die neue S-Bahnroute. Künftig ist der Bahnsteig direkt, über Zugänge an einem 27 Meter langen Brückenneubau an der Papiermühlenstraße, zu erreichen.

Das alte Bahnhofsdach mit dem Reiseflair aus dem vergangenen Jahrhundert verschwindet. Es wird durch eine Einheitslösung aus dem Baukastensystem der Bahn ersetzt. „Das alte Dach ist nicht mehr zeitgemäß und die Sanierung wäre zu teuer“, erklärte Reiner Tobian, Projektleiter bei DB Netze in Leipzig. Die Bahn setze bundesweit auf ein einheitlich Erscheinungsbild.

Die alten Balkenkonstruktionen werden aber nicht einfach auf den Müll geworfen. Sowohl das Dach aus Stötteritz als auch die Holzbauten an den Stationen in Markkleeberg werden eingelagert und könnten an kleineren Haltepunkten durchaus noch einmal eingesetzt werden.

Das historische Dach am Bahnhof Connewitz soll erhalten bleiben. Quelle: André Kempner

Einzig in Connewitz hält die Bahn teilweise am nostalgischen Erscheinungsbild fest. Hier steht das alte Holzdach unter Denkmalschutz und wird aufgearbeitet. „Auf den Bahnsteigen verlegen wir später auch das alte Pflaster teilweise wieder“, berichtete Tobian. Die S-Bahn werde auch hier auf zwei neuen Gleisen unter der Bornaischen Brücke entlang fahren. Einen direkten Zugang von der Überführung solle es aber nicht geben. „Die Leute müssen dafür eine eigene Fußgängerbrücke benutzen“, erklärte Stefan Ebersbach, Projektingenieur bei der Bahn.

Drei neue Haltepunkte entstehen

Zwei Stationen werden in Leipzig neu gebaut – in Anger-Crottendorf und am Völkerschlachtdenkmal. Der Haltepunkt in der Nähe vom Wahrzeichen Nummer eins der Stadt wird einige Meter verlegt und erhält einen direkten Zugang zur Prager Straße.

Auch in Markkleeberg entsteht bis zum kommenden Jahr ein neuer Haltepunkt an der Breitscheidstraße. Derzeit lässt die Bahn dort Büsche und Bäume roden und errichtet eine neue Brücke. Weitere Überführungen entstehen an der Rathausstraße und der Zöbigker Straße.

Anwohner will das Unternehmen mit Lärmschutzwänden vor Belastungen bewahren. „Vor allem in Markkleeberg mit den nah an den Gleisen stehenden Häusern werden die Schutzwände fast durchgängig errichtet“, kündigte Ebersbach an.

Die jetzige Route von Gaschwitz über Markkleeberg und Stötteritz zum Hauptbahnhof hat in den Planungen der Bahn ausgedient. Mit Eröffnung des City-Tunnels biegt die künftige Linie S 2 aus Gaschwitz kommend nicht mehr in Richtung Stötteritz ab, sondern fährt direkt über die Semmelweißstraße weiter zum Bayrischen Bahnhof und taucht dort in den Untergrund ab. „Die künftige S 1 aus Stötteritz fährt über ein neues Verbindungsgleis an der Zwickauer Straße einen Bogen und dann weiter in Richtung Bayrischen Bahnhof“, erklärte Ebersbach. Eine direkte Strecke von Engelsdorf nach Gaschwitz sehen die Planungen nicht mehr vor.

Matthias Roth

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