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Lokales Fliegerbombe planmäßig gesprengt
Leipzig Lokales Fliegerbombe planmäßig gesprengt
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08:07 22.07.2016
Gegen 20 Uhr wurde die Fliegerbombe gesprengt, die am Vormittag auf einer Baustelle in Eutritzsch entdeckt wurde Quelle: Dirk Knofe
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Leipzig

Die bei Bauarbeiten in Leipzig-Eutritzsch entdeckte Fliegerbombe ist am Donnerstagabend planmäßig gesprengt worden. Pünktlich um 20 Uhr wurde gezündet. Ersten Erkenntnissen zufolge kam es dabei nicht zu Komplikationen. Einige Augenzeugen berichten von leichten Erschütterungen durch die Explosion.

Gegen 10.55 Uhr war ein verrosteter Gegenstand gefunden worden. Es handelte sich um eine US-amerikanische Fliegerbombe aus dem zweiten Weltkrieg. Entgegen erster Einschätzungen der Polizei war es ein Blindgänger von 75 Kilo. Zunächst war von 150 Kilogramm die Rede. Der Kampfmittelbeseitigungsdienst entschied gegen 17.30 Uhr, dass eine Entschärfung nicht möglich war. Die Feuerwehr füllte rund 30.000 Liter Wassr in Wasserkissen, um die Wucht der Explosion zu dämpfen.

Hier wurde der Blindgänger gesprengt Quelle: Dirk Knofe

350 Menschen wurden zuvor in Sicherheit gebracht. Eine Autohaus fuhr seine im Außenbereich präsentierten Fahrzeuge aus der Gefahrenzone. Nach Angaben der Polizei verlief die Evakuierung weitgehend unproblematisch, weil sich viele Gewerbeimmobilien im Umfeld befinden. Busse der LVB mussten nicht eingesetzt werden.

Ab 16.30 Uhr wurden die S-Bahn-Linien 1 und 3 umgeleitet. Seit 20.10 Uhr läuft der Betrieb wieder regulär, teilte eine Sprecherin der Deutschen Bahn auf Anfrage mit.

Bei Bauarbeiten ist am Donnerstag in Leipzig-Eutritzsch eine Fliegerbombe gefunden worden. Gegen 20 Uhr wurde sie erfolgreich gesprengt.

Immer wieder wurden in den vergangenen Monaten Fliegerbomben im Leipziger Norden gefunden. Im Januar musste ein Blindgänger auf dem Gelände des Güterverkehrszentrums kontrolliert gesprengt werden. Bereits im April musste im Leipziger Norden ein 75-Kilo-Sprengkörper entschärft werden. Damals wurde ein Areal entlang der Haferkorn- und Zerbster Straße, Theresien- und Wittenberger Straße, Zerbster- und Hohmannstraße sowie Dessauer und Hohmannstraße gesperrt. 600 Anwohner wurden in Sicherheit gebracht, bis die US-Fliegerbombe aus dem 2. Weltkrieg gesichert werden konnte. Im Mai musste ein Sprengkörper in einem leerstehenden Gebäude an der Dessauer Straße entschärft werden.

Evelyn ter Veh/chg

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